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Packung für VfL Stenum Nach 0:5: Trainer Baake nimmt Spieler in Schutz

Von Daniel Niebuhr | 21.08.2016, 21:21 Uhr

Der VfL Stenum verliert beim Heidmühler FC mit 0:5, Trainer Thomas Baake stellt sich aber vor seine Spieler und bescheinigt ihnen einen engagierten Auftritt.

Sogenannte antizyklische Spielbewertungen – also Kritik nach passablen Leistungen und Lob nach deutlichen Niederlagen – gehören inzwischen zum Standardrepertoire eines Trainers. Thomas Baake beherrscht sein Handwerk auch in dieser Disziplin: Nach dem 1:1 gegen GVO Oldenburg und der heftigen Spielerschelte am vergangenen Wochenende nahm er sein Team nach dem 0:5 (0:2) beim Heidmühler FC am Sonntag leidenschaftlich in Schutz. „Ich werde meine Jungs jetzt ganz sicher nicht zerreißen“, sagte Baake nach der Klatsche bei einem der Favoriten der Fußball-Bezirksliga. „Es gehört zu meinem Job, die Leistungen zu beurteilen, nicht nur die Ergebnisse.“

Und die Leistung, erklärte er, war bei den effizienten Heidmühlern nicht so schlecht, wie das Ergebnis vermuten ließ. Vor dem Rückstand durch Dardan Jashari in der 29. Minute vergab der engagierte Lukas Schwieters mehrfach die VfL-Führung. Heidmühle war zielstrebiger: Nach glänzendem Spielzug schob Niklas Fasshauer in der 41. Minute zum 2:0 ein.

Kurios wurde es in der 51. Minute: Bei einem Heidmühler Freistoß aus der eigenen Hälfte waren sich Jonas Dittmar und Torwart Marco Scheffler nicht einig, der Ball sprang am VfL-Strafraum auf, von dort über Scheffler hinweg an die Latte und zu Keno Siebert, der das 3:0 für die Gastgeber erzielte. „Das sind Blackouts, die ein Spitzenteam bestraft“, meinte Baake. Tarek El-Ali (55.) und erneut Siebert (65.) erhöhten auf 5:0, Stenum versuchte aber weiter in Offensive sein Glück. „Heidmühle war brutal effektiv, das ist eine hervorragende Mannschaft“, sagte Baake. „Wir haben es nicht verdient, hier so glatt geschlagen rauszugehen.“