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Pfingstturnier 2016 am Donnermoor 1600 Starts beim Reiterverein Ganderkesee

Von Lars Pingel und Katrin Brandes | 10.05.2016, 19:55 Uhr

Der Reiterverein Ganderkesee richtet von diesem Freitag, 13. Mai, an bis Sonntag, 15. Mai, auf seiner Anlage am Donnermoor das Pfingstturnier 2016 aus. Das Organisationsteam erwartet 1600 Starts in den 33 Dressur- und Springprüfungen.

Am vergangenen Samstag wurde Hendrik Sosath von weit mehr als 20000 Reitsportfans gefeiert. Auf Quel Chanel gewann er im traditionsreichen Derby-Park in Hamburg-Klein Flottbeck das Speed-Derby: In der internationalen Zeitspringprüfung (CSI***) blieb der 28-Jährige aus Lemwerder mit dem zehnjährigen Wallach als einziger Teilnehmer fehlerfrei. „Das war phänomenal“, sagte er am Dienstag über den Erfolg und das Erlebnis. Die ersten Schritte auf dem Weg auf diese große Bühne, erzählte er, habe er in Ganderkesee unternommen: „Dort bin ich zum ersten Mal ein Turnier geritten.“ Mit seinem Vater Gerd Sosath, Schwester Janne Sosath und Bereitern des Hofs der Familie gehört er seitdem zu den Stammgästen des Pfingstturniers des Reitervereins. „Auf jeden Fall“ werde er von diesem Freitag bis Sonntag wieder auf der Anlage am Donnermoor starten, sagte Hendrik Sosath: „Ich bin gerne dort. Es ist immer viel los. Das ist ein schönes Turnier.“

33 Prüfungen für Dressur- und Springreiter

Rund 1600 Starts mit gut 1000 Pferden planen die Teilnehmer in den 33 Prüfungen für Dressur- und Springreiter, die der RV Ganderkesee ausgeschrieben hat. Der Freitag, der Tag der Jungpferdeprüfungen , beginnt um 9 Uhr mit Spring- und Dressurpferdeprüfungen der Klassen A, L und M.

Gerd Sosath ist Titelverteidiger im Großen Preis

„Wir müssen am Freitag wohl auch eine logistische Meisterleistung vollbringen“, erzählte Hendrik Sosath. Geplant sei, dass die Familie und ihre Mitarbeiter mit 18 Pferden in den verschiedenen Prüfungen starten. Von Lemwerder ist der Weg zum Donnermoor zwar nicht weit. „Durch Bookholzberg kommt man aber im Moment ja nicht so gut“, erklärte Sosath, was die Aufgabe, jeweils rechtzeitig am Start zu sein, schwerer macht, als sie sowieso schon ist. Er geht davon aus, dass er auch am Sonntag im Großen Preis von Ganderkesee antritt, der das Turnierwochenende abschließt. „Ich denke, dass ich dort zwei Hengste satteln werde“, bestätigte Hendrik Sosath. Im vergangenen Jahr hatte übrigens Gerd Sosath die höchste Prüfung der Veranstaltung gewonnen . Hendrik Sosath verriet dann noch wie das Erfolgspferd vom Samstag die Feiertage verbringt: „Quel Chanel bekommt eine Pause.“

Qualifikation für das Landesturnier

Der Reiternachwuchs geht am Samstag schon ab 7.30 Uhr in Stilspringwettbewerben an den Start. Parallel startet die Dressur Klasse A. Auf dem Rasen-Hauptplatz geht es mit Springprüfungen bis zur Klasse M bis zum Abend weiter. Nach dem Spaß-Wettbewerb „Jump and Dog“ (ca. 21 Uhr) startet um 21.30 Uhr das rasante Zeitspringen der Klasse L unter Flutlicht. Auf den Dressurplätzen stehen ab 14.30 Uhr die Mannschaftsprüfungen an. In der Klasse A beinhalten sie auch die Qualifikation für das Landesturnier in Rastede.

Großer Preis am Sonntag ab 17 Uhr

Auch am Sonntag stehen Reiter und das RVG-Turnierteam früh auf: Schon ab 7.30 Uhr wird der Stil in Springen bis zur Klasse L bewertet. Es folgen M-Springprüfungen, an die sich für die Kleinsten die Pony-Führzügelklasse anschließt (ab 16.15 Uhr). Auf den beiden Dressurplätzen werden von 8 Uhr an bis in den Nachmittag Prüfungen der Klassen L bis M geritten. Traditioneller Turnier-Abschluss ist dann die Springprüfung der höchsten Klasse S mit Siegerrunde, der Große Preis, ab 17 Uhr auf dem Hauptplatz.

Außer dem Team des Hofs Sosath werden natürlich viele Aktive des gastgebenden RV Ganderkesee wie Ina Tapken, Torsten Tönjes, Pauline Knorr oder Silvia Busch-Kuffner und Tochter Antonia in den Prüfungen des Pfingstturniers starten. Auf die Jagd nach den Schleifen für die Platzierungen machen sich zudem viele Sportler aus den anderen Vereinen des Kreisverbands Delmenhorst und Reiter aus dem Bremer Umland.