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Pfingstturnier 2016 am Donnermoor RV Ganderkesee zieht positive Bilanz

Von Katrin Brandes, Katrin Brandes | 17.05.2016, 00:49 Uhr

Der RV Ganderkesee hat während seines dreitägigen Pfingstturniers 2016 insgesamt 33 Prüfungen für Dressur- und Springtreiter ausgerichtet. Die Organisatoren zogen eine postive Bilanz.

Selbst beim Großen Preis am Sonntagabend hatte der Wettergott kein Einsehen. Beim sportlichen Höhepunkt des vom Reiterverein Ganderkesee veranstalteten Pfingstturniers am Donnermoor qualifizierten sich die ersten Starter mit Nullrunden zwar noch im Sonnenschein – doch dann zog sich der Himmel zu. Einige mussten sogar im Hagel bestehen, dennoch wurde es ein attraktives S*-Springen mit einem hauchdünnen Finish. Lokalmatadorin und Olympiasiegerin Sandra Auffarth, die direkt vom internationalen Turnier in Wiesbaden zum Start vor heimischer Kulisse kam, lag auf Nupafeed’s La Vista im Stechen in 34,60 Sekunden lange Zeit in Führung. Als letzte Starterin legte Christina Thomas (RV Oldenburger Münsterland) auf Sir Max aber einen rasanten Ritt auf dem nassen Grasplatz hin. In 34,10 Sekunden verwies die für den Stall Böckmann reitende Amazone Auffarth noch auf Rang zwei.

200 Zuschauer beim Flutlichspringen am Donnermoor

Die Reiter ließen sich von den Wetterkapriolen also nicht einschüchtern – und die Zuschauer ebenfalls nicht. Selbst beim Flutlichtspringen am späten Samstagabend verfolgten gut 200 Zuschauer warm verpackt den Siegesritt von Jochen Heinemann (RuFV Holle-Wüsting) auf Calexina. Mit einer Zeit von 56,90 Sekunden schnappte er sich vor Joshua Hirneiß (RV Ganderkesee) auf Cortina den Flachbildfernseher als Ehrenpreis.

Svenja Hempel vom RC Hude gewinnt L-Springen

Auch am Nachmittag wechselten die Zuschauer zwischen Zelt und freiem Himmel, sodass die gut 200 Starter der Springprüfungen der Klassen L und M immer mit Applaus unterstützt wurden. Svenja Hempel (RC Hude) zeigte, dass ihr Lantzelot noch lange kein Rentner ist, und siegte in der Klasse L. Vereinskollege Loort Fleddermann sicherte sich auf Familienpferd Qalito hier Rang fünf hinter Marius Horstmann (RV Ganderkesee) mit Nautica. Eine Klasse höher erreichte Horstmann auf Constantin Rang drei. Der Sieg ging hier mit knapp zwei Zehnteln Vorsprung an Nachwuchsreiterin Leo Oetken (RV Grüppenbühren) auf Mowgli. Ihre Vereinskolleginnen Christin Marlen Scheel auf Goldi und Jona Sofie Schnier auf Bentley siegten am Nachmittag jeweils in einem Pony-Reiter-Wettbewerb. Im Dressurwettbewerb verblieb der Sieg durch Jana Schröder auf Donna Mahira mit der Wertnote 7.80 beim Gastgeber. Im Mannschaftsspringen der Klasse A** musste die Equipe Ganderkesee V mit Carolin Tönjes, Celina Kiran und Jelde Kohlschein allerdings mit Rang zwei Vorlieb nehmen. Der Sieg ging an den Reitverein Sturmvogel Berne.

Anna-Lena Jerzembeck in M-Dressur auf Platz eins

Die Dressurprüfungen am Sonntag fanden dann unter Sonne mit windigen Böen statt. In den Dressuren der Klasse L zeigte sich Mascha Lehner (RuFV Holle-Wüsting) auf Ramazotti unbeeindruckt und siegte in der Kandarenprüfung. Andrea Geue aus Hude sicherte sich hier auf Filoupulli Rang zwei und drei. Laura Warrelmann (RuFV Schönemoor) auf Dajour musste in einer weiteren Abteilung nur Lea Bührmann (Großenkneten) auf Dornik Boy vorbeiziehen lassen. In der Klasse M holte Anna-Lena Jerzembeck auf Rio Donna die goldene Schleife nach Ganderkesee.

Höhepunkt für die Kleinsten war die Führzügelklasse am Sonntagmittag auf dem Hauptplatz: Freudig strahlend wurde bei den kleinen Reitern, die noch auf Ponys geführt werden, Sitz und Handhaltung beurteilt. Die Richter sahen Janne Grimsehl auf Anton vorne und vergaben die Note 7.5 direkt vor Josephine Antz (beide Ganderkesee) auf Moorwegs Doreen. Turniersprecher Stefan Schnier kommentierte auch hier und lernte, dass seine drittplatzierte Tochter Rieka Marie (RV Grüppenbühren) doch das Pony lieber mag als Papa.

RVG-Vorsitzender Andreas Witte ist zufrieden

„Das Wetter hat uns kaum beeinträchtigt, eher in den Regenphasen den Umsatz im Zelt gesteigert“, sagte der Vorsitzende des RV Ganderkesee, Andreas Witte. Er war zufrieden mit dem Turnierverlauf. „Wir haben hier ein gutes Team, das toll zusammen gearbeitet hat.“