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Pfingstturnier 2017 am Donnermoor RV Ganderkesee zieht positives Fazit

Von Katrin Brandes, Katrin Brandes | 05.06.2017, 19:21 Uhr

Der RV Ganderkesee hat nach seinem Pfingstturnier 2017 ein positives Fazit gezogen. „Ich bin vollauf zufrieden“, sagte die 1. Vorsitzende Evi Buckenberger. In 30 Prüfungen hatten Dressur- und Springreiter guten Sport geboten.

Die eine Sache, die auch zum Erfolg des Dressur- und Springturniers auf der Anlage am Donnermoor beiträgt, die das Organisationsteam des RV Ganderkesee aber nie selbst beeinflussen kann, passte diesmal: An den drei Tagen des Pfingstturniers 2017 waren zwar regelmäßig dunkle Wolken am Himmel zu sehen, Regen fiel aber kaum (vor allem am Samstag). So zogen die angenehm warmen Temperaturen auch viele Nicht-Reiter als Gäste an. Und die bekamen in den 30 Prüfungen schönen Reitsport geboten. Das freute auch die erst Anfang März gewählte 1. Vorsitzende Evi Buckenberger. „Ich bin vollauf zufrieden mit dem Turnierablauf und der schönen Stimmung“, sagte sie nach ihrem ersten Pfingstturnier als Vereinschefin. Trotzdem werde es 2018 wohl ein paar Neuerungen aufweisen: „Ideen gibt es schon.“

Otto Vaske gewinnt S-Springen

In der schwersten Springprüfung der dreitägigen Veranstaltung, einer Prüfung der Klasse S* mit Siegerrunde am Sonntag – intern „Großer Preis von Ganderkesee“ genannt –, setzte sich im Stechen in einer Zeit von 38,83 Sekunden Altmeister Otto Vaske (RG Klein Roscharden) fehlerfrei auf Armik durch. Das Paar verwies in der Konkurrenz, mit der das Turnier beendet wurde, den erfahrenen Profireiter und erfolgreichen Züchter Gerd Sosath (RuFV Sturmvogel Berne) auf Cadora sowie Harm Lahde (RFV Aller-Weser) auf Oak Grove’s New York auf die Plätze zwei und drei.

Ein besonderer Spaßwettbewerb am Samstagabend gehörte ebenfalls zu den Höhepunkten des Pfingstturniers. Im „Jump and Hang“ für Zweier-Teams durfte der Reiter so lange im Parcours sein, wie sich der Mannschaftspartner an einer Stange, die an einem Trecker befestigt war, festhalten konnte. Mit unglaublichen fünf Minuten sicherten sich Johanne Geue als Reiterin auf Mad Max und ihre Freundin Larissa Gödert den Sieg. Im anschließenden Flutlicht-Punktespringen der Klasse L sammelte Hendrik Hinners-Krogmann (RuFV Lohne) auf Hello Hannibal in 43,96 Sekunden die meisten Punkte, was ihm einen Fernseher als Ehrenpreis einbrachte.

Merle Harfst vom Reitclub Hude hatte sich am Samstagmorgen ausgeschlafen und stilsicher präsentiert. Auf ihrem Pavo gewann sie mit der Wertnote 7.4 den Stilspringwettbewerb, der den zweiten Turniertag eröffnete. Auch Aktive des Gastgebers begannen schon am Morgen das Schleifensammeln: Jelde Kohlschein belegte in der Klasse A** mit Giovanni und Farina die Plätze drei und vier. Siegerin war Marie Weber (RV Höven) auf Lollipop vor Lars Berenz (RuF Schönemoor) auf seinem Cracker.

Einige Schleifen für den RV Grüppenbühren

Für den RV Grüppenbühren gab es ebenfalls Schleifen in den Springprüfungen. Lea Oetken musste sich in einer Prüfung der Klasse L mit ihrem Mowgli nur Carina Schiller (RuFV Heiligenrode) mit Tic Tac Too geschlagen geben. Auf Rang fünf platzierte sich dort in Hilke Steenken eine weitere Grüppenbührenerin, die mit der selbstgezogenen Fiene ebenfalls fehlerfrei geblieben war. Zwei silberne Schleifen holte Tobias Jüchter für den Verein. Mit seinem Lumos lag er in den beiden Springprüfungen der Klasse M nur hinter Torsten Hische (RV Ganderkesee) auf Lexi und Michaela Bergmann (RuFV Cloppenburg) auf Libelle – und freute sich sichtlich.

Alte Bekannte trafen Reitsportfans in der Dressur. Der schon 21-jährige Power of Love, Paule genannt, zeigte mit einem Sieg in der Klasse A mit Katja Biermann (RuFV Wöschenland) im Sattel, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Seine Besitzerin und langjährige Reiterin Alexandra Schneider siegte mit Nachwuchspferd Fiomena ebenfalls in einer Dressur der Klasse A. „Sie macht sich supergut und kann hier gute Erfahrungen sammeln“, freute sie sich über die Wertnote 8.0. Kerstin Herden als langjährige Starterin für den RC Hude nahm mit Balito die goldene Schleife in der Klasse L auf Trense in Empfang. Ihre Vereinskameradin Johanne Geue belegte mit Mad Max Platz vier.

Ponyteam des RC Hude qualifiziert sich für Landesturnier

Ganderkesees Lokalmatadorin Ina Tapken setzte sich mit ihrem Schimmel Lexikon in der ersten Abteilung der Dressurprüfung der Klasse L auf Kandare durch. Ihre Vereinskollegin Ricarda Richter gewann auf Stay Forever in der zweiten Abteilung. Melanie Scheel (Grüppenbühren) mit Draga und Clara Baunack (Schönemoor) auf Fürst Fiorella erreichten jeweils den dritten Rang.

Nach den Mannschafts-Dressurküren der Klasse A freute sich das Ponyteam Hude auf seinen Start beim Landesturnier in Rastede. Zu aktuellen Hits und in blauen Jacketts rausgebracht überzeugte das von Katja Stöver vorgestellte Quartett die Richter mit einer gut abgestimmten Kür. In dieser achten die jungen Reiterinnen Jette Lakeberg mit Nadeshi, Jantje Radel mit Ballentaims, Chiara Sophie Schröder mit Great Stripe und Celine Burgdorf mit Bentrendro gut aufeinander. Mit 15.7 Punkten siegten die Huderinnen vor dem Team der RuF Holle Wüsting (15.2).

Das Pfingstturnier 2017 hatte auch einer Dressurreiterin gefallen, die zum ersten Mal am Donnermoor angetreten war. „Es ist gut aufgebaut und organisiert“, lobte Catharina Schlüter vom RFV Bremen-Oberneuland. Sie wird im nächsten Jahr wiederkommen.