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Pleite gegen Meister Bramfeld TV Jahn Delmenhorst belohnt sich nicht – 0:1

Von Klaus Erdmann | 08.05.2016, 21:36 Uhr

Sie lieferten einen starken Auftritt hin, verpassten eine faustdicke Überraschung aber knapp: Die Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst haben ihr Heimspiel gegen Meister Bramfelder SV mit 1:2 verloren – durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit.

Durch Catharina Schimpfs Kopfballtor in der Nachspielzeit, der ihm das 2:1 (0:1) beim TV Jahn bescherte, hat der Bramfelder SV, souveräner Meister der Regionalliga der Fußballerinnen, seine weiße Weste behalten. Dem Titelträger gelangen in elf Auswärtsspielen elf Siege. Eine imponierende Bilanz. Den Delmenhorsterinnen, die eine faustdicke Überraschung nur knapp verpassten, blieb der Lohn für eine herausragende Vorstellung, in deren Verlauf sich die Mannschaft gut motiviert und sehr engagiert präsentierte, versagt.

Der Aufsteiger reiste mit 55 Punkten aus 20 Spielen, 73:20 Treffern und einem 49-Tore-Trio (Maria Albers 19, Nurdan Üstün 16, Safia Hassam 14) an. Der Neuling ließ sich dadurch nicht einschüchtern. Bestes Beispiel: Nadine Poppen, die das Duell mit Albrecht klar für sich entschied.

Auf einem Nebenplatz des Stadions entwickelte sich von Anfang an ein munteres Treffen mit vielen Torchancen. Bei einem Schuss von Albrecht klärte TVJ-Schlussfrau Magdalena Flug in höchster Not (11.). In der 26. Minute setzte Anna Mirbach den Ball nach exakter Vorarbeit von Poppen über das Tor. Bis zur 42. Minute belief sich das Chancenverhältnis auf 4:4. In der 43. Minute beendete Sandra Göbel einen Konter mit dem 1:0. Die Vorlage kam von Nahrin Uyar.

Chancenverwertung einziges Manko beim TV Jahn

Nach der Pause hielt der Außenseiter eine Viertelstunde lang gut mit. Dann vermochte die vorbildlich kämpfende Elf zunächst kaum noch Entlastungsangriffe vorzutragen. Der Ausgleich lag in der Luft. Doch die Schützlinge der Trainer Claus-Dieter Meier und Bernd Hannemann befreiten sich wieder aus der Umklammerung und kamen zu zwei guten Konterchancen. In der 73. Minute verfehlte Uyar nach guter Vorlage von Mirbach das Ziel. Zwei Minuten setzte sich Mirbach energisch ein, schoss jedoch am Gehäuse vorbei.

In der 78. Minute gelang Schimpf mit einem 18-Meter-Sonntagsschuss der Ausgleich. Nach einer Jahn-Gelegenheit, die Marisa Philipp in der 87. Minute vergab, traf Schimpf zum 2:1.

„Die Mannschaft hat ein tolles Spiel gezeigt“, betonte Meier. Vor allem in der ersten Halbzeit sei die Strategie („Wir wollten vorne draufgehen“) gut aufgegangen. In der zweiten Hälfte habe man auf Konter gesetzt. „Unser Manko ist, dass wir die Chancen nicht nutzen“, sagte Meier.