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Positive Bilanz Tanzturnier des TV Jahn Delmenhorst lockt viele Fans an

Von Lars Pingel | 30.06.2015, 19:02 Uhr

Die Tanzsportabteilung des TV Jahn Delmenhorst hat zum ersten Mal ein Turnier ausgerichtet. Abteilungsleiter Florian Flege zog ein positives Fazit. Er freute sich über viele Zuschauer und den guten Sport, den die 90 Latein- und Standardpaare boten. Für die Wettbewerbe in zehn Klassen war im Autohaus „Schmidt+ Koch“ ein Parkettboden verlegt worden.

Doppelt gefordert waren viele Tänzerinnen und Tänzer des TV Jahn Delmenhorst am Wochenende. Ihr Verein richtete im gleichnamigen Autohaus an der Syker Straße das Turnier um die „Schmidt+Koch-Pokale“ aus. Dabei waren sie als Helfer im Einsatz und traten in den Wettbewerben an. Die Mühen hätten sich aber gelohnt, fand Florian Flege, Leiter der Tanzsportabteilung des Vereins. Mit der Zuschauerresonanz – es seien 170 Karten verkauft worden – und den Teilnehmerzahlen „sind wir sehr zufrieden“, sagte Flege. „Damit hatten wir beim Planen nicht gerechnet. Für ein erstes Turnier ist es nicht selbstverständlich, dass so viele Paare antreten.“ Auch das trug dazu bei, dass die Besucher Tanzsport auf hohem Niveau zu sehen bekamen.

Zehn Jahn-Paare unter den besten Drei

In zehn Turnieren tanzten 90 Latein- und Standardpaare um die Siegertrophäen. „Die Idee war ein eigenes Turnier auszurichten, natürlich auch für die eigenen Paare“, erklärte Flege, nach welchen Kriterien die Klassen ausgewählt worden waren. Die Felder waren so gut gefüllt, dass in fast allen Turnieren eine Vorrunde ausgetragen werden musste, in einigen sogar eine Zwischenrunde, ehe es im Finale um den Sieg ging. Zehnmal gingen Medaillen für einen Rang unter den ersten Drei an Jahn-Paare, zweimal kamen Siegerpokale hinzu. Einen davon nahmen Jan Böhm und Cathrin Witte in der Hauptgruppe B Standard in Empfang. Sie waren von den Wertungsrichtern nach dem Langsamen Walzer, dem Tango, dem Wiener Walzer, dem Slowfox und dem Quickstep viermal auf Platz eins und einmal auf Platz zwei gesetzt worden. Sie siegten souverän vor ihren Vereinskameraden Matthias Gehre/Frauke Günther und Kevin Weinhold/Nicki-Liane Gallbrecht-Überschär.

Ehrung für Latein-Tänzer im Standard-Outfit

Weinhold/Gallbrecht-Überschär waren am Sonntag für ein ungewöhnliches Bild verantwortlich. In Frack und langem Kleid standen sie plötzlich zwischen fünf eher südländisch gekleideten Paaren und nahmen Medaillen in Empfang. Die Delmenhorster waren nach der Vorrunde des B-Standardturniers im Grunde auf der Fläche geblieben, um an der Siegerehrung der Hauptgruppe C Latein teilzunehmen, deren Wettbewerb direkt zuvor ausgetragen worden war. Dort hatten die Delmenhorster zum ersten Mal den dritten Platz belegt. Doch damit nicht genug: Am Samstag hatten sie das Turnier der Hauptgruppe A Standard sogar gewonnen. Pascal Müller und Annika Frank vom TV Jahn belegten dort hinter Arndt Philipp Schulz und Antonia Schulz (TTC Oldenburg) den dritten Platz.

Abteilungsleiter lobt Leistungen

Auch Kilian Nordbrock/Katinka Boßmann-Otero (Zweite der Hauptgruppe C Standard), Nils Wetjen/Anna Adler (Dritte der Hauptgruppe B Latein), Tim Ramke/Frederike Kolbe (Dritte der Hauptgruppe C Standard) und Reelf Gerdes/Martina Ringe-Schuster (Dritte der Senioren II S Standard) erreichten für den TV Jahn einen Rang unter den ersten Drei. Er sei mit den Leistungen der Paare seiner Abteilung „sehr zufrieden“, lobte Flege. „Es gab Höhen und Tiefen, aber keiner ist unter seinen Möglichkeiten geblieben.“

Zweite Auflage geplant

Begeistert war Flege vom Austragungsort. Für das Turnier war in einer Ausstellungshalle ein Parkettboden verlegt und eine große Musik- und Lichtanlage eingebaut worden. „Das Ambiente passte sehr gut zu dem Event Tanzen.“ Und zu dem Ball, den die Abteilung dort am Samstag veranstaltete, erklärte Flege. Er sei gut angenommen worden. „Wir überlegen trotzdem, ob wir ihn noch einmal organisieren, weil das ein sehr großer Aufwand ist“, sagte er. Diese Überlegung gibt es für das Turnier nicht: Es soll wiederholt werden. „Wenn die Firma Schmidt und Koch wieder dabei sein kann, steht dem nichts im Weg“, bestätigte Flege, dass im TV Jahn auch 2016 viele Tänzerinnen und Tänzer bereit wären, doppelte Herausforderungen anzunehmen.