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Präsidenten-Stammtisch Delmenhorster Klubs streben engere Zusammenarbeit an

Von Klaus Erdmann | 12.11.2015, 22:30 Uhr

Erster Präsidentenstammtisch in Delmenhorst: Vertreter der Vereine und der Stadt treffen sich auf Einladung des Stadtsportbundes zu einem regen Gedankenaustausch. Die HSG Delmenhorst benötigt noch 4,5 Trainingsstunden.

Die Flüchtlingsproblematik stand am Mittwochabend im Mittelpunkt des ersten Präsidenten-Stammtisches, zu dem der Stadtsportbund (SSB) eingeladen hatte. Deutlich wurde, dass die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen viele Vereine vor Herausforderungen stellt. Deutlich wurde während des regen Gedankenaustausches aber auch, dass die Verantwortlichen eine engere Zusammenarbeit anstreben.

16 Vereine vertreten

SSB-Vorsitzender Holger Fischer begrüßte in „Bielefelds Bürgerstuben“ 27 Personen. 19 Anwesende vertraten 16 Vereine (dem SSB gehören 61 Clubs an).

Hero Mennebäck, Fachdienstleiter für Schule und Sport, sagte, dass die HSG Delmenhorst durch die Umwandlung einiger Hallen (Stubbenweg, Holbeinstraße, Lessingschule, Bundeswehr-Halle) in Notunterkünfte die „volle Breitseite bekommen“ habe. „Wir hoffen auf ein Feedback anderer Vereine“, so Mennebäck. Jeder Verein solle in sich gehen, um der HSG zu helfen. Ansonsten müsse die Stadt eingreifen. „Das ist aber die 1b-Variante“, betonte er.

HSG-Vorständler („Wir haben uns allein gelassen gefühlt“) berichteten von ihren Problemen. Die Trainingszeiten seien anfangs um fast die Hälfte reduziert worden. Vorsitzender Jürgen Janßen: „Mit einer Minderung von 25 Prozent wären wir zufrieden.“ Man bräuchte noch 4,5 Stunden. Es soll weiter nach Lösungen gesucht werden.

Fachbereichsleiter Arnold Eckart (Bildung, Wissenschaft, Sport und Kultur) betonte: „Der Sport erlebt Einschränkungen. Gegenüber dem, was Flüchtlinge erleben, ist es eine akzeptable Einschränkung.“

Förderbeiträge für Integration

Ferner berichteten Delegierte über die Integration von Flüchtlingen. „Man muss die Leute ansprechen und einladen. Man muss dort hingehen, wo sich Flüchtlinge treffen“, unterstrich Richard Schmid, Leichtathletik-Abteilungsleiter beim DTV. Erich Meenken, Vorsitzender des Fußballkreises, und Thomas Lotzkat, Sporreferent der Sportregion Oldenburger Münsterland/Delmenhorst, informierten darüber dass Deutscher Fußball-Bund und Landessportbund Förderbeträge für die Integration von Flüchtlingen zur Verfügung stellen.