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Preis der Besten 2017 Ganderkeseerin Rebecca Horstmann siegt mit Fridolin

Von Lars Pingel | 22.05.2017, 16:11 Uhr

Die Dressurreiterin Rebecca Horstmann vom RV Ganderkesee hat mit ihrem Wallach Friend of mine, den sie Fridolin nennt, in Warendorf den „Preis der Besten 2017“ gewonnen. Sie belegte in den beiden Prüfungen die Ränge eins und zwei.

Lange genießen können Rebecca Horstmann und ihr Fridolin, der offiziell Friend of mine getauft wurde, den ersten großen Erfolg der Saison 2017 nicht. Die Dressurreiterin vom RV Ganderkesee und der neunjährige Wallach haben am Wochenende in Warendorf den „Preis der Besten 2017“ gewonnen. Fridolin bekam ein paar Karotten als verdiente Belohnung, erzählte die 17-Jährige. „Zwei Tage darf er auch Pause machen, doch dann beginnt wieder das Training, weil ja schon in eineinhalb Wochen die nächste schwere Aufgabe ansteht.“ Am 1. und 2. Juni starten die beiden im „Preis der Liselott und Klaus Rheinberger-Stiftung“. Die nationale Prüfung für Junioren, die zum Programm des internationalen Pfingstturniers in Wiesbaden gehört, ist die nächste Sichtung für den Kader für die Europameisterschaft im niederländischen Roosendaal (8. bis 13. August).

Horstmann in den Wertungsprüfungen auf Rang eins und zwei

In Warendorf waren die 21 besten deutschen Junioren-Dressurreiter zum ersten Mal in dieser Saison in einem Wettkampf angetreten. Sie hatten sich in regionalen Sichtungslehrgängen und -turnieren empfohlen und waren dann vom Junioren-Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen (Brockel) in Abstimmung mit der AG-Nachwuchs des Ausschusses Dressur im Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei für den „Preis der Besten“ nominiert worden. In diesem starteten sie in zwei Prüfungen der Klasse M**. Die Reitsportler mussten die EM-Einzelaufgabe und die EM-Mannschaftsaufgabe absolvieren. Letztere stand am ersten Tag, am Samstag, im Zeitplan. Rebecca Horstmann und Fridolin gewannen die erste Wertungsprüfung mit 71,324 Prozent (1319,500 Punkte). Zweite wurde Johanna Sieverding (RuFV Cappeln) mit Lady Danza (70,000/1295) vor Bettina Nuscheler (RFV Fuchstal) mit Fascinate (69,324/1282,500). Am Sonntag traten noch 19 Reiterinnen und ein Reiter zum Finale an. Die fünf Richter bewerteten den Ritt von Horstmann und Fridolin mit 72,711 Prozentpunkten (1381,500 Punkte). Die Steigerung im Vergleich zum ersten Tag reichte allerdings nicht zum zweiten Prüfungssieg – aber zum ersten Platz in der Gesamtwertung. Linda Erbe (Förderkreis Dressur Neuss) erhielt am Sonntag mit Fierro 73,605 Prozent (1398,500). Die Rheinländerin, die nach Tag eins Fünfte (68,892 Prozent) war, schob sich damit noch auf den zweiten Gesamtrang vor. Sie verdrängte Johanna Sieverding, die im Finale (70,000/1330) und im Abschlussklassement Dritte wurde. „Rebecca hat hier eine sehr konstante Leistung gezeigt und vor allem durch die Sicherheit in den Lektionen gepunktet“, sagte Bundestrainer Meyer zu Strohen laut der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) über die Ganderkeseerin.

Positives Fazit

Horstmann, im Vorjahr in Warendorf auf Platz vier, war natürlich zufrieden. „Es ist ja noch früh in der Saison, dafür ist es gut gelaufen“, sagte sie. Dem ersten Tag verpasste sie sogar das Prädikat „super“. Doch schon in ihrer ersten Bilanz schwang mit, dass sie ihre Bewertungen im weiteren Saisonverlauf noch verbessern möchte. „Wir hatten zwar keine Fehler“, bestätigte die Ganderkeseerin dann auch. „Doch ich finde, dass wir uns noch viel Luft nach oben gelassen haben.“ Dies möchte sie möglichst schon am Pfingstwochenende beweisen – und genießt daher den ersten großen Erfolg der Saison 2017 nur ein ganz klein wenig.