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Rasante Entwicklung Der SV Atlas und das Neuland Oberliga

Von Klaus Erdmann | 12.08.2017, 12:14 Uhr

In der Saison 17/18 geht es für Aufsteiger SV Atlas darum, das „Abenteuer Oberliga“ gut zu überstehen. Einspruch. „Ich nenne es nicht Abenteuer. Der Begriff ‚Neuland‘ trifft es eher. Ein Abenteuer kann schnell vorbei sein. Und für uns soll es nicht schnell vorbei sein. Wir wollen fest für die Oberliga planen“, führt Teammanager Bastian Fuhrken aus.

Er möchte, dass man die eine oder andere etablierte Elf, die sich im oberen Tabellenbereich befinde, ärgert. Er wünscht sich, dass Atlas am Ende einen einstelligen Platz belegt. Er hofft, dass die Erwartungen realistisch sind: „Alle, Verein und Fanszene, müssen runterkommen.“

Inwieweit hat sich die Arbeit Fuhrkens und die seiner Vorstandskollegen geändert? „Den Unterschied kann man sich gar nicht vorstellen.“ Beispielsweise sei die Saisonvorbereitung viel komplexer. Trainer und Mannschaft wollten mehr machen (Thema Videoanalyse). Der zeitliche Aufwand sei viel größer als zuvor. Keine Frage: Analog zur sportlichen Entwicklung macht auch der organisatorische Bereich große Schritte.

Vieles verbessert sich, nur die Trainingsmöglickeiten nicht

Seit der Vereinsgründung am 4. April 2012 ist der SVA von der 1. Kreisklasse in die Oberliga, die höchste niedersächsische Spielklasse, vorgedrungen. Vier Aufstiege in fünf Jahren. Trainer Hahn sagt zu diesem Thema: „Es ist eine rasante Entwicklung. Es kommt mir vor, als hätten wir die Landesliga übersprungen.“ Mit dem, was passiert ist, so Fuhrken, habe man vor „drei, vier Jahren nicht gerechnet“. Und er sagt: „Ich muss mich manchmal schon noch zwicken.“

Der Vorständler fügt hinzu, dass sich die Trainingsmöglichkeiten im Gegensatz zu anderen Dingen nicht geändert hätten: „Es gibt positive Gespräche, aber es ist nicht so viel passiert, wie man es sich als Fußballer wünscht.“

Fuhrken freut sich auf Arminia Hannover

Er geht nicht davon aus, dass die Konkurrenz den Aufsteiger SV Atlas auf die leichte Schulter nimmt: „Natürlich kennen uns die anderen nicht bis ins Detail. Aber sie haben uns beobachtet und werden uns nicht unterschätzen.“ Man sei mit offenen Armen begrüßt worden. Das läge da ran, dass der SVA ein Traditionsverein sei. Ein Grund sei aber auch, dass man den anderen Vereinen die Kassen voll mache.

Gibt es einen Kontrahenten, auf den sich Fuhrken besonders freut? Die Antwort kommt schnell: „Arminia Hannover. Gegen die haben wir vor zwei Jahren in der Vorbereitung gespielt. Wir haben zu ihnen einen guten Kontakt. Der Verein hat Tradition und eine eigene Fanszene.“ Fuhrken verweist darauf, dass Arminia am letzten Spieltag im Stadion zu Gast sei. Hahn beantwortet die Frage ebenfalls mit „Arminia Hannover“. Das Team habe einen Namen und ein tolles Stadion. Fuhrken, der die Arminen, Lupo Martini Wolfsburg und Eintracht Northeim als Favoriten betrachtet, fügt hinzu, dass er sich auch auf die Derbys mit VfL Oldenburg und BV Cloppenburg freue.

Bastian Fuhrken und seine Wunsch-Überschrift

Auf die Bitte, den Halbsatz „Die Regionalliga ist...“, mit a („...ein Traum, den wir nie realisieren können“), b („...ein Ziel, das wir ernsthaft verfolgen“) oder c („...für uns kein Thema“) zu ergänzen, entscheidet sich Fuhrken für „...ein Ziel, das wir in den nächsten Jahren ernsthaft verfolgen.“ Allerdings seien der der SV Atlas, die Stadt und das Umfeld noch nicht in der Lage, die Regionalliga realisieren zu können.

Bleibt die Frage nach der Wunsch-Überschrift zum Saisonende. Bastian Fuhrken: „Atlas beendet Oberliga-Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz und vor 2000 Zuschauern.“