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Raunen, Jubel und Enttäuschung Gruppen für 2. Hermes-Junior-Super-Cup ausgelost

Von Frederik Böckmann | 29.04.2015, 01:03 Uhr

17 Nachwuchsteams von Mannschaften aus der 1. und 2. Bundesliga, sieben Klubs aus dem Ausland, dazu zwölf Vertretungen aus der Region: Das U11-Turnier für den Fußball-Nachwuchs auf der Anlage des Delmenhorster TB ist wieder erstklassig besetzt.

Ungeduldig sitzen die jungen Fußballer auf ihren Stühlen. Immer wieder blicken sie gespannt zu den sechs Männern, die da eine Kugel nach der anderen aus dem großen Siegerpokal ziehen. Die Nachwuchskicker notieren sich ihre Gegner, raunen, jubeln und zeigen auch das ein oder andere enttäuschte Gesicht. Am Ende der Auslosung zum 2. Hermes-Junior-Super-Cup, die am Dienstagabend im Stuhrer A1-Hotel über die Bühne ging, merkten alle Beteiligten schnell: Das U11-Turnier mit 36 Mannschaften aus dem In- und Ausland am 13. und 14. Juni auf der Anlage des Delmenhorster TB dürfte erneut etwas ganz Besonderes werden – und zählt auch 2015 zu den Highlights im Delmenhorster Sportkalender.

Baumann staunt über Teilnehmerfeld

„Das ist sicherlich das Topturnier in diesem Jahrgang in Deutschland“, sagte Schirmherr Frank Baumann. Der Direktor Profisport und Scouting bei Werder Bremen staunte beim Blick auf das hochkarätige Teilnehmerfeld nicht schlecht und sagte zu den jungen Kickern und Trainern, die die Auslosung gespannt verfolgten: „Es ist sicherlich etwas Besonderes gegen diese großen Namen zu spielen.“

17 Nachwuchsteams von Mannschaften aus der 1. und 2. Bundesliga, sieben Klubs aus dem Ausland, dazu zwölf Vertretungen aus der Region haben die Turnier-Organisatoren Michael Zoll und Christian Schlemm nach Delmenhorst eingeladen.

Klangvolle Namen treffen auf Traditionsvereine

Wie etwa die Mannschaft des FC Tereros Tokio, die eine 20-Stunden-Anreise in Kauf nimmt. Wie die Brasilianer des EC Juventude, die laut Dolmetscherin täglich auf die Turnier-Homepage gucken. Oder wie der Nachwuchs der großen Klubs Olympique Marseille und FC Liverpool, die laut Zoll noch nie ein Turnier in Deutschland in dieser Altersklasse besucht haben. Klangvolle Namen, die auf Traditionsvereine wie den DTB, den TSV Ganderkesee oder den TV Jahn Delmenhorst treffen.

„Wir haben das Teilnehmerfeld im Vergleich zum Vorjahr noch einmal getoppt“, sagte Zoll stolz – und das ganz ohne den Nachwuchs des FC Bayern, der noch im vergangenen Jahr dabei war. „Die brauchen wir dieses Mal nicht“, sagte Zoll mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Werder statt Bayern dabei

Statt den Bayern ist auf der Anlage Am Kleinen in diesem Jahr der Nachwuchs von Werder Bremen wieder dabei – sehr zur Freude von Tino Polster. „Werder weiß, wie wichtig der Fußball in der Region ist“, erklärte der Direktor Club Media des Clubs und Turnier-Schirmherr. Das Turnier sei „super“, die Spieler würden immer mit „großer Begeisterung“ dem Ball hinterherjagen, meinte der gebürtige Delmenhorster. „Das Turnier steht für Momente, die die Spieler ihr Leben lang nicht vergessen werden“, sagte Polster und blickte zum Nachwuchs: „Vielleicht gibt es irgendwann ja auch mal jemanden, der es bis in den Werder-Kader schafft.“

Gruppen B, C und F stark besetzt

Dass der Stern zu einer großen Karriere beim Hermes-Cup aufgeht – das hoffen einige Nachwuchsspieler. Doch für die, die am Dienstag in Stuhr vor Ort waren, ging es hauptsächlich um die zukünftigen Gegner Mitte Juni. Das Fazit der Auslosung: „Die Gruppen B, C und F haben es in sich“, meinte Zoll.

Dementsprechend groß war auch die Erleichterung bei den Kickern des Delmenhorster TB, als sie ihre Gruppe B schwarz auf weiß sahen: „Die ist absolut machbar“, lautete ihr Tenor. Bei Gegnern wie dem VfL Wolfsburg, dem FC Schalke 04 oder dem FC Porto eine durchaus selbstbewusste Einschätzung.