Ein Angebot der NOZ

Regionalliga der Frauen TV Jahn Delmenhorst verliert gegen Bergedorf 85

Von Klaus Erdmann | 09.11.2015, 00:00 Uhr

Die Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst mussten eine Heimniederlage hinnehmen: Sie unterlagen Bergedorf 85 mit 2:3 (0:1).

Torhüterin Magdalena Flug und Spielgestalterin Anna Mirbach, Leistungsträgerinnen des TV Jahn Delmenhorst, saßen nach dem Abpfiff noch länger auf dem Hauptplatz des Stadions und diskutierten. Gegenstand der Unterhaltung dürfte das unnötige 2:3 (0:1) ihrer Mannschaft gegen den FC Bergedorf 85 gewesen sein. Nach enttäuschender erster Halbzeit steigerte sich der Aufsteiger in die Fußball-Regionalliga, um am Ende das Feld doch mit leeren Händen verlassen zu müssen.

Gäste sind vor der Pause überlegen

Durchgang eins ging ganz klar an die Gäste, die sich über ihre ersten Auswärtspunkte freuten. Den ersten Warnschuss gab Lina Maria Appel ab, die Flug in der 3. Minute aus 20 Metern Entfernung prüfte. Busem Seker verzog den Ball (13.) und traf das Außennetz (20.). Die erste Gelegenheit bot sich den Delmenhorsterinnen nach 22 Minuten, als Nathalie Heeren mit einem Heber an Torhüterin Jennifer Weber scheiterte. In der 23. Minute rettete Kira Grotheer per Kopf auf der Linie. Danach klärte Lena Funke vor Seker (28.), ehe Appel mit einem 16-Meter-Schuss das Ziel verfehlte (31.). Nur eine Minute später fiel folgerichtig das 0:1, das Seker aus kurzer Distanz erzielte. Zuvor vermochte die Jahn-Abwehr einen Freistoß von Nadine Odzakovic nicht aus der Gefahrenzone zu befördern. Nach 37 Minuten verpasste die eine Minute zuvor eingewechselte Michelle Lupprian eine Hereingabe von Mirbach in aussichtsreicher Position.

Jahns Offensive ließ während der ersten 45 Minuten die notwendige Durchschlagskraft vermissen. Bergedorf erarbeitete sich ein deutliches Chancen-Plus und agierte zudem bissiger.

TV Jahn steigert sich

Nach Wiederanpfiff bot sich den Zuschauern ein anderes Bild. Der Gastgeber spielte nun druckvoller und versuchte immer wieder, über die rechte Seite (Heeren) zum Erfolg zu kommen. Weber parierte einen Schuss von Heeren (55.), ehe die Jahnerin im letzten Moment gebremst wurde (58.). Jeweils nach Vorarbeit von Heeren vergab Marisa Philipp zwei große Möglichkeiten (61., 62.). Im dritten Versuch klappte es: Nach einer Kombination über Sandra Göbel und Heeren traf Philipp (69.). Bergedorfs Trainer Bastian Kurtz wechselte die routinierte Fabienne Stejskal ein und diese nutzte ihre erste Ballberührung (und eine Unachtsamkeit in der TVJ-Abwehr) zum 1:2. Mit einem 30-Meter-Freistoß, der haltbar schien, glich Lupprian aus (83.). Als es nach einer Punkteteilung aussah, gelang Franka Dreyer gegen die unentschlossene Jahn-Abwehr mit einem satten Schuss das 2:3 (89.).

Jahns Trainer Claus-Dieter Meier betonte, dass man immer wieder personelle Umstellungen vornehmen müsse und dadurch die Ruhe fehle. Meier: „Ein 2:2 wäre gerecht gewesen. In der zweiten Halbzeit lief es besser. Darauf kann man aufbauen.“