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Reitsport Sandra Auffarth startet mit Paradepferd Wolle

Von Lars Pingel | 01.06.2017, 21:37 Uhr

Wolle ist wieder fit. Die Vielseitigkeitsweltmeisterin Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee startet mit ihrem Paradepferd in der Zwei-Sterne-Kurzprüfung im niederländischen Renswoude. Auch ihre Vereinskameradin Pauline Knorr tritt dort an. Dressurreiterin Rebecca Horstmann nimmt in Wiesbaden an einer weiteren EM-Sichtung teil.

Es sind nur fünf Worte auf der Facebookseite von Doppel-Weltmeisterin Sandra Auffarth, doch die Nachricht, die sie beinhalten, ist ausgesprochen positiv: „Wolle ist zurück im Business...“, schrieb die 30-jährige Vielseitigkeitsreiterin vom RV Ganderkesee dort am späten Donnerstagnachmittag. Das hieß, dass ihr Paradepferd, der 15-jährige französische Wallach, der offiziell Opgun Louvo getauft wurde, wieder völlig fit ist und mit Auffarth an Wettbewerben teilnehmen kann. Bei den „Horse Trials“ im niederländischen Renswoude (bei Utrecht) startete Wolle, der sich im Februar das Griffelbein gebrochen hatte, in die Saison 2017. Und wie: Nach dem ersten von zwei Dressur-Tagen der internationalen Zwei-Sterne-Kurzprüfung (CIC**) liegen Auffarth und er in Führung. Die beiden erhielten für ihren Ritt eine Wertnote von 73,23 Prozent. Das sind umgerechnet auf die Vielseitigkeitswertung 40,20 Minuspunkte. Zweite nach 45 von 68 Startern ist Annina Lutter aus Much mit Rock Girl (42,50). An diesem Freitag wird die erste Teildisziplin, die Dressur, beendet. Anschließend geht es noch in den Springparcours. Am Samstag steht dann nach dem Geländeritt der Sieger fest.

Pauline Knorr mit 54,80 Minuspunkten

In der Zwei-Sterne-Prüfung ist Auffarth nicht die einzige Starterin, die für den RV Ganderkesee antritt. Auch die in Warendorf stationierte Sportsoldatin Pauline Knorr hat in Renswoude gemeldet. Sie ist die Dressur mit dem achtjährigen Hannoveraner Wilbert ebenfalls schon am Donnerstag geritten. Mit 54,80 Minuspunkten (63,44 Prozent) belegt sie Rang 21.

Auffarth hatte derweil schon am Vormittag mit dem achtjährigen Wallach Viamant du Matz, den sie Mad nennt, eine Dressur absolviert, die mit 64,58 Prozent benotet worden war. Die Bergedorferin belegt damit nach der ersten Teildisziplin der großen Zwei-Sterne-Prüfung mit 53,10 Minuspunkten den vierten Platz. Platz eins hat Julie Tew aus Großbritannien mit Sir Perirose inne (51,10). Am Samstag ab 11 Uhr steht der Geländeritt im Zeitplan der Prüfung, am Sonntag ab 14 Uhr das Springen.

Dressurreiterin Rebecca Horstmann bei EM-Sichtung

Für die Dressurreiterin Rebecca Horstmann vom RV Ganderkesee steht an diesem Freitag und Samstag in Wiesbaden die nächste Sichtung für die Europameisterschaft an. Als Siegerin im „Preis der Besten“, der in Warendorf ausgetragen wurde, hat sich die Juniorin mit ihrem Wallach Fridolin (Friend of mine) für das Pfingstturnier in der hessischen Landeshauptstadt und die „Future Champions“ in Hagen am Teutoburger Wald empfohlen, teilte die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) mit. Der Verband hat elf weitere Sportler ihrer Altersklasse dafür nominiert. In Wiesbaden treten die zwölf EM-Kandidaten an diesem Freitag ab 13.30 Uhr und am Samstag ab 12 Uhr in Dressurprüfungen der Klasse M** an.

Fest steht auch schon, teilte die FN mit, dass Rebecca Horstmann und Fridolin in Hagen zur Junioren-Mannschaft gehören werden, die im Nationenpreis antritt. Außer ihnen wurden während einer Sitzung der Arbeitsgruppe Nachwuchs des Dressurausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) auch Linda Erbe aus Krefeld mit Fierro und Johanna Sieverding aus Cappeln mit Lady Danza dafür benannt.

Die Dressur-EM der Junioren und Jungen Reiter wird vom 13. bis 18. August ausgetragen. Gastgeber ist das Pferdsportzentrum Den Goubergh im niederländischen Roosendaal.