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Rekorde, Stadtmeister und Elferkönige Die etwas andere Statistik: Fußball-Kreisliga in Zahlen

Von Manfred Nolte | 17.06.2015, 16:59 Uhr

Der VfL Stenum ist Meister, die Sportfreunde Wüsting steigen ab, der TV Falkenburg zieht sich zurück – das sind die nackten Ergebnisse der jüngst zuende gegangenen Saison in der Fußball-Kreisliga. Allerdings hat die Spielzeit 2014/15 noch weit mehr hervorgebracht – Rekorde, verblüffende Zahlen und Stadtmeister. Der ganz normale Fußball-Wahnsinn in Zahlen:

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Vereine aus der Wesermarsch waren in der Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst vertreten – doch das wird sich ändern. Mit der SVG Berne steigt ein Klub, der eigentlich nicht zum Fußball-Kreis gehört auf und spielt wegen der geografischen Lage künftig in der Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst.

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Elfmeter parierte Mesut Canakci in der Rückrunde. Das wäre schon verblüffend genug – doch der Torwart des KSV Hicretspor kam nach der Winterpause überhaupt nur dreimal zum Einsatz und hielt jedes Mal einen Strafstoß. Insgesamt waren die Schützen übrigens eher nervös: Von 95 Elfern wurden nur 68 verwandelt. Am häufigsten war Ricardo Meyer vom SV Baris erfolgreich – fünf von sechs war seine Quote.

 4,08 

Tore fielen im Schnitt pro Spiel – nicht schlecht, aber nicht so wie die 4,6 der Vorsaison. Insgesamt schlug es 976 Mal in den verschiedenen Toren ein.

 5 

lupenreine Hattricks wurden in dieser Saison erzielt. Julian Arciszewski vom FC Hude traf gegen den Harpstedter TB zwischen der 56. und 62. Minute dreimal. Stark auch: Mohamed Alawie. Der Stürmer feierte als einziger zwei Hattricks – obwohl er den Verein schon in der Winterpause Richtung Kickers Wahnbek verließ.

 8 

Trainer haben während oder nach der Saison ihren Stuhl geräumt, manche freiwillig, manche gezwungenermaßen. Drei davon erwischte es bei Hicretspor. Nach dem Ende der Punktspiele nahmen, allerdings wie angekündigt, Heidkrugs Holger Weber, Holger Weber, Kai Pankow vom SV Achternmeer und Wüstings Volker Gode ihre Hüte.

 10 

Heimpunkte holte Wüsting nur; leidensfähiger mussten die Fans keines anderen Vereins sein. In Delmenhorst wurden die Anhänger auch nicht gerade verwöhnt: Jahn brachte es auf elf Punkte Hicretspor auf zwölf. Topteam auf eigenem Platz: Stenum mit stolzen 40 Punkten.

 17 

Punkte holte Hürriyet gegen die vier Delmenhorster Stadtrivalen Jahn, Baris, Hicretspor und Heidkrug, womit sich der Vizemeister die Kreisliga-Stadtmeisterschaft sicherte. Hicretspor wurde mit nur drei Punkten aus acht Derbys Letzter, blieb dafür aber als einziges Team gegen Hürriyet ohne Niederlage (1:1 und 0:0).

 21 

Kreisliga-Spiele leitete Sven Schlickmann in dieser Saison. Damit war der Schiedsrichter vom SV Tungeln mit weitem Abstand der meistbeschäftigte Unparteiische der Saison. Es folgt Jörn Peters mit zehn Spielen, vor Andreas Kilic.

 87 

Gelbsperren hätte es in dieser Saison gegeben – wenn es die Regel, einen Spieler nach der fünften Verwarnung ein Spiel aussetzen zu lassen, schon gegeben hätte. Diese wird aber erst zur kommenden Saison eingeführt – zum Glück für Falkenburgs Jens Bauer, der sich allein 15 Gelbe Karten einhandelte.

 107 

Platzverweise verhängten die Referees – das ist ein einsamer Rekord. Von den 46 Roten Karten sah Hürriyet alleine sieben. Zusammen mit den zehn Gelb-Roten und den 85 Gelben Karten sind die Delmenhorster ein heißer Anwärter auf den Titel „unfairste Mannschaft Niedersachsens“. Tolga Üzüm musste fünfmal vorzeitig zum Duschen, allerdings erzielte er auch 14 Tore.

 192 

Spieler haben 2014/15 mindestens ein Tor in der Kreisliga geschossen, 29 Mal schlug Stenums Torschützenkönig Christoph Pospich. Dazu kamen 21 Eigentore.

Und die Zusatzzahl ist die

 7. 

Denn am 7. August geht die Kreisliga wieder los – und bringt neue Meister und Rekorde.