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Rückblick auf die Bezirksliga-Saison Neuling VfL Stenum bereichert die Liga

Von Klaus Erdmann | 03.06.2016, 10:27 Uhr

Thomas Baake, Trainer der Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum, registriert gestiegenes Selbstbewusstsein und freut sich über starke Leistungen der jungen Spieler. Jahn-Mannschaftsführer Mark Gerken wechselt zum Kirchweg.

„Immer wieder“, beantwortete Thomas Baake, Cheftrainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Stenum, die Frage, ob es seinen Spielern nach langer gemeinsamer Zeit noch gelänge, ihn zu überraschen. So habe ihn die Beständigkeit überrascht, die der Aufsteiger während der Saison 2015/16 an den Tag gelegt habe: „Die Mannschaft hat auf dem gleichen Niveau gespielt. Sie hat Nachhaltigkeit bewiesen.“ Keine Frage: Der Neuling, der in der Abschlusstabelle mit 48 Punkten den fünften Platz einnimmt, hat die Bezirksliga bereichert.

Am Anfang war Geduld gefordert, denn der VfL kassierte in den ersten fünf Spielen fünf Schlappen. „Wir haben damit gerechnet, dass wir gegen vier Topteams eventuell keine Punkte holen“, blickt Baake auf die Niederlagen gegen Heidmühle, Atlas, Obenstrohe und Wilhelmshaven zurück. Das 0:1 gegen Esenshamm habe ihn dann negativ überrascht. Anschließend fingen sich seine Schützlinge und imponierten mit der bereits erwähnten Beständigkeit.

VfL Stenum nimmt das Bezirksliga-Niveau an

Was unterscheidet den VfL, der zuletzt gespielt hat, von dem, der in die Saison gestartet ist? Baake („Unser großes Ziel war es, die Klasse zu halten“) überlegt einen Moment und sagt dann: „Die mannschaftliche Geschlossenheit war von Anfang an da, aber die Spieler treten mittlerweile selbstbewusster auf.“ Das Team habe Bezirksliga-Niveau angenommen („Zur Kreisliga ist es ein wahnsinniger Unterschied“). Es habe gelernt, eine gute Einstellung zum Spiel zu finden. Und noch etwas hat der Coach festgestellt: „Die Spieler vertrauen einander noch mehr als in der Kreisliga.“ (Weiterlesen: Jugendteams des VfL Stenum wollen den Aufstieg)

In Stenum betreiben die Verantwortlichen seit langer Zeit eine aufwendige und von Erfolgen gekrönte Jugendarbeit. „Wir haben unseren Weg mit jungen Spielern eingeschlagen“, betont Baake. „Wir wollen die eigenen Spieler voranbringen.“ Helge Petershagen und Fynn Dohrmann seien zwei gute Beispiele. Sie hätten jeweils über 20 Spiele bestritten. Er sei mit den Leistungen der Youngster sehr zufrieden. Erfreulich sei, dass sich die erfahrenen um die jungen Spieler bemühten. (Weiterlesen: Thomas Baake über den Stenumer Jugendweg)

Torwart Ole Siedenburg und Stürmer Viktor Stetinger treten kürzer

Nach dem Aufstieg war Stenum euphorisch, wurde das Leistungsvermögen eventuell hier und da unterschätzt. Wird das zweite Jahr schwieriger? Baake: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir unterschätzt worden sind,“ Er glaube schon, dass es schwerer werde. „Wir wollen uns von Anfang an im Mittelfeld platzieren“, nennt er ein Ziel für die nächste Spielzeit.

Nachdem in der Rückrunde viele Spieler verletzt gewesen seien, möchte Baake in Zukunft „mehr aus dem Kader schöpfen“. Dieser erfährt nicht viele Änderungen. „Zwei Spieler werden kürzertreten“, informiert der Trainer. Es handelt sich um Viktor Stetinger (private Gründe) und Torwart Ole Siedenburg, der sich beruflich verändert. „Aber wenn Not am Mann ist, ist Ole dabei“, verrät Baake.

Mark Gerken kommt, Philip Stephan auch?

Mit Mark Gerken, Mannschaftsführer des Kreisligisten TV Jahn, wechselt ein 25-jähriger Fußballer zum Kirchweg, auf den Baake große Stücke hält. Der Name des Atlas-Spielers Philip Stephan wird (auch) mit dem VfL in Verbindung gebracht. „Ich habe seit einem Jahr Kontakt zu ihm. Er muss wissen, ob er den Schritt gehen will“, sagt Stenums Übungsleiter. Drei andere Spieler wollten sich bis zum, Wochenende erklären. Danach sei das Thema Neuzugänge abgehakt.

Mit den D-Junioren, für die er ebenfalls verantwortlich ist, nimmt er in der Kreisliga Platz drei ein. Zudem steht das Team im Endspiel des Kreis-Pokalwettbewerbs. Das Amt des D-Jugend-Trainers, sagt er, wolle er ein Jahr lang ruhen lassen, um sich voll und ganz auf die Herrenmannschaft konzentrieren zu können. Wer Thomas Baake kennt, weiß: Der Abschied von den Kindern wird ihm nicht leicht fallen.