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Rückblick auf Kreisliga-Saison FC Hude krönt sich nach Aufholjagd zum Meister

Von Yannick Richter, Yannick Richter | 09.06.2016, 09:07 Uhr

Dank der maximalen Punktausbeute von 21 Zählern aus den letzten sieben Spielen und einem Schützenfest beim Saisonfinale krönte sich der FC Hude zum Meister der Kreisliga. Der scheidende Trainer Torsten Voigt macht für den Erfolg und den Aufstieg in die Bezirksliga vor allem die Ausgeglichenheit des Kaders verantwortlich.

Nur dreimal hat der FC Hude in der abgelaufenen Saison auf dem ersten Tabellenplatz der Fußball-Kreisliga gestanden. Doch entscheidend ist bekanntlich nicht, wie oft eine Mannschaft die Liga anführt, sondern zu welchem Zeitpunkt. Dieser Fußballweisheit stimmt auch Meister-Trainer Torsten Voigt zu: „Die Tabelle hat lange Zeit den tatsächlichen Leistungsstand nicht widergespiegelt. Wir wussten aber immer, wo wir stehen.“

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Hudes Trainer Torsten Voigt: „Meistens ist es einfacher zu jagen als gejagt zu werden“

Aufgrund von Spielausfällen lag Voigts Mannschaft dabei nicht nur bei der Anzahl der absolvierten Partien im Rückstand. Auch punktemäßig musste sie den Kontrahenten um den Aufstieg, dem VfR Wardenburg und dem TV Munderloh, fast die gesamte Saison hinterherlaufen. „Meistens ist es einfacher, zu jagen als gejagt zu werden. Deshalb haben wir uns in der Position des Verfolgers sehr wohlgefühlt“, verrät Voigt wenige Tage nach der erfolgreichen Aufholjagd und dem Aufstieg in die Bezirksliga.

Konstanz und Ausgeglichenheit des Kaders als Erfolgsrezept

„Im Laufe der Saison sind die Jungs immer enger zusammengerückt. Über die gesamte Spielzeit waren wir die konstanteste Mannschaft. Zum Ende konnten wir uns sogar noch einmal steigern“, lobt Voigt seine Schützlinge, die sich auch nicht von der 1:2-Rückrundenpleite gegen den ärgsten Rivalen TV Munderloh schocken ließen. Das Erfolgsgeheimnis sieht er vor allem in der Ausgeglichenheit des Kaders: „Wir haben von einer sehr starken Bank profitiert. Selbst zahlreiche Verletzungsausfälle von Leistungsträgern konnten wir kompensieren.“

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Beste Offensive der Liga

Die von Voigt angesprochene Leistungsdichte seines Kaders zeigt sich auch in der Torjägerliste. Obwohl Hude mit 125 Treffern und damit rund vier Toren pro Spiel die beste Offensive der Kreisliga stellt, spielen die Top-Torschützen der abgelaufenen Saison allesamt in anderen Vereinen. Und dennoch haben mit Julian Arciszewski (18 Tore), Sven Hörnlein (18), Ole Schöneboom (17), Maik Spohler (16), Torben Liebsch (11) und Nils Sandau (11) sechs Spieler zweistellig getroffen.

Voigt gibt Mannschaft ab und wird Sportlicher Koordinator

Mit der Meisterschaft und dem Bezirksliga-Aufstieg hätte sich Voigt als Trainer nicht besser verabschieden können. Zur neuen Saison warten neue Aufgaben im Verein auf ihn, er wird Sportlicher Koordinator. „Der Abschied fällt nicht schwer. Auch weil es ja kein richtiger Abschied ist“, betont Voigt, der die Mannschaft an Steffen Janßen abgeben wird . „So ein Trainerwechsel bringt immer neuen Schwung in die Truppe. Die Karten werden neu gemischt. Ich bin sehr optimistisch, dass sich unsere sehr junge Mannschaft weiterentwickeln wird. Das Potenzial ist da. Nun müssen sie sich gegen andere Kaliber beweisen“, wagt Voigt einen Ausblick, ohne dabei jedoch ein konkretes Saisonziel zu nennen.

Kaderbreite zur neuen Saison weiter verstärken

Wie der Kader des FC Hude in der neuen Spielzeit aussieht, möchte Voigt noch nicht abschließend verraten. „Voraussichtlich wird uns ein Spieler verlassen. Außerdem sind wir mit einigen potenziellen Neuzugängen in guten Gesprächen. Da ist aber noch nichts spruchreif. Grundsätzlich möchten wir die Qualität des Kaders in der Breite erhöhen“, erklärt Voigt.

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