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RW Hürriyet Delmenhorst Ex-Trainer Murat Turan von Spielern enttäuscht

Von Manfred Nolte | 08.12.2015, 23:30 Uhr

Es sei ihm schwer gefallen, erzählt Murat Turan. Wie berichtet hat er sein Traineramt beim Fußball-Kreisligisten RW Hürriyet Delmenhorst niedergelegt . Die Entscheidung, das ist ihm anzumerken, tut dem Hürriyet-Urgestein weh, sie war nach seiner Aussage aber unvermeidbar.

„Ich habe bereits vor dem Nichtantreten in Ahlhorn gesagt, dass nach diesem Spiel Schluss für mich ist“, erzählt Turan. Das Training habe häufig ausfallen müssen und etliche Spieler seien unzuverlässig gewesen. „Die sind mal gekommen und mal nicht. Ich musste mit ständig wechselnden Aufstellungen auflaufen. So kann eine Mannschaft keine Leistung bringen“, klagt Turan, der über die Einstellung einiger Aktiver sehr enttäuscht ist. „Einige davon haben sich nie mit dem Verein identifiziert“, sagt der scheidende Coach, der viele Jahre lang für den Klub als aktiver Spieler und Schiedsrichter tätig war. Auch nach der Trennung schlage sein Herz für die Rot-Weißen, denen er den Klassenerhalt gönnt. „Es wird schwer, denn es gibt keinen Unterbau, da es weder eine zweite Herren- noch eine A-Junioren-Mannschaft gibt“.

Hürriyets Teammanager Ergün Günal war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Ahlhorner SV hatte Platz vorbereitet

Walter Strahmann, Fußball-Obmann des Ahlhonrer SV, erklärt, warum man einem Verlegungswunsch des RWH-Teams nicht nachgekommen war. „Am Vormittag kam ein Anruf aus Delmenhorst, ob die Partie stattfinden würde. Wir haben das bejaht“, erzählt Strahmann. Daraufhin sei der Platz präpariert worden. Um 13 Uhr, also eine Stunde vor Spielbeginn sei die Absage aus Delmenhorst gekommen.

„Es waren zwei Hürriyet-Spieler vor Ort, die nicht benachrichtigt worden waren“, sagt Strahmann, der zudem betont, dass es bei einem engen Spielplan kaum Termine für Nachholspiele gäbe. „Wir wollen vor Weihnachten noch einige Spiele durchziehen, da konnten wir einem Verlegungswunsch nicht nachkommen.“ Dann habe man aus der Not eine Tugend gemacht. Es gab ein Trainingsspiel zwischen Erster und Zweiter.