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Saison mit Höhen und Tiefen TV Hude II startet nach der Hinrunde voll durch

Von Andreas Giehl | 31.07.2016, 13:16 Uhr

Der Tischtennis-Verbandsligist TV Hude II spielte seine erfolgreichste Serie seit dem Aufstieg 2013 – und verpasste den Aufstieg am Ende nur knapp.

Die Saison in der Tischtennis-Verbandsliga ist für die Spieler des TV Hude II nun zwar schon ein gutes Stück her, aber Alexander Dimitriou gerät rückblickend auf die beste Serie seit dem Aufstieg 2013 mit Rang drei in der Abschlusstabelle noch immer ins Schwärmen. „Das war eine denkwürdige Spielzeit“, findet der 38-jährige Grieche. „Wir waren eine tolle Einheit. Die Mischung aus jungen und älteren Spielern hat gepasst. Auch abseits der Bande war die Unterstützung spitze. Insgesamt war die Saison für mich vielleicht etwas mehr strapaziöser als für meine Kameraden.“ (Weiterlesen: TV Hude I peilt Wiederaufstieg nicht an)

Mit dem letzten Satz spielt Dimitriou schmunzelnd auf seine eigene private Situation an. Denn während der Rückrunde war Dimitrious Ehefrau Melanie gerade hochschwanger. Seine Gattin ist regelmäßiger Gast bei den Punktspielen. Nach hinten raus war die aktive Unterstützung dann leider nicht mehr möglich. Die Geburt des gemeinsamen Töchterchens, so Dimitriou mit einem Augenzwinkern, war aber perfekt abgepasst. Die kleine Ella erblickte Anfang Mai, unmittelbar nach der offiziellen Punktrunde, das Licht der Welt. (Weiterlesen: Verbandsliga spielt nächste Saion mit Überhang)

Nordire Zak Wilson reißt das Team mit

„Dadurch mussten im Gegenzug die Jungs den Pokalwettbewerb in diesem Jahr ohne mich schmeißen. Aber das haben sie ja bestens hinbekommen.“ Mit dem Gewinn des Bezirkspokals, Platz zwei beim Landespokal und der Teilnahme am Bundespokalfinale rundete das Team ihre starke Saison mit vielen Höhepunkten und wenigen Negativerlebnissen äußerst zufriedenstellend ab. Denn für die Mannschaft um Zak Wilson, Dimitriou, Simon Pohl, Moritz Tschörtner, Alexander Hilfer und Pierre Barghorn war die Lage zum Ende der Hinrunde noch etwas angespannt. (Weiterlesen: TV Hude verfplichtet drei neue Spieler)

Das änderte sich zur Winterpause mit dem Zugewinn des nordirischen Auswahlspielers Wilson schlagartig. Der hochbegabte Gastspieler des Turnvereins riss mit seiner positiven Ausstrahlung und starken Leistungen seine Kameraden voll mit. Das Huder Team setzte zu einem nicht erwarteten Höhenflug an, verbesserte sich im Frühjahr mit 22:14 Punkten sogar noch vom siebten noch auf einen sehr guten dritten Rang. Nur Meister Schwarz-Weiß Oldenburg (30:6) und Eintracht Hittfeld (23:13) lagen am Ende vor Hudes Oberliga-Reserve.

Huder Express in der Rückrunde nicht zu stoppen

„Wir haben in der Rückrunde nur das Auftaktspiel gegen Oldenburg mit 7:9 verloren. Im Nachhinein war das aus unserer Sicht sehr ärgerlich. So haben wir die Teilnahme an der Aufstiegsrunde knapp verpasst“, blickt Dimitriou zurück. Das war allerdings das einzige Haar in der Suppe, das der Grieche in der Nachbetrachtung fand. Vor allem das vordere Paarkreuz mit Wilson und dem formverbesserten Frontmann Pohl waren in der Rückrunde echte Punktegaranten. Nach der Oldenburg-Niederlage war der TVH-Express nicht zu stoppen, holte acht Siege in Folge. Selbst der längere Ausfall des verletzten Moritz Tschörtner wurde kompensiert. Die Ersatzspieler Julian Meißner und Nils Werner sprangen gut in die Bresche. So kommt Platz zwei in der reinen Rückrundentabelle nicht von ungefähr.

Zu den Saisonhöhepunkten führt Dimitriou besonders den in der Höhe spektakulären 9:1-Auswärtssieg bei der TSG Dissen und den 9:2-Kracher gegen Meisterschaftsfavorit TuS Lutten an. Der Grieche persönlich freute sich speziell über die zwei Siege über eines der Riesentalente in der Deutschen Nachwuchsszene: Den 13-jährigen Heye Koepke von SW Oldenburg II. Der Youngster wird in der Huntestadt vorbildlich gefördert und wechselt zum kommenden Saison in den Oberligakader der Schwarz-Weißen. Eine denkwürdige Saison eben. (Weiterlesen: Kader des TV Hude werden durchgemischt)