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Schlägerei in Emden Trotz Randale: Sponsor steht zum SV Atlas Delmenhorst

Von Lars Pingel | 26.09.2016, 19:31 Uhr

Manfred Engelbart, einer der Sponsoren des Fußball-Landesligisten SV Atlas Delmenhorst, wird sein Engagement für den Verein trotz der Randale nach der Partie bei Kickers Emden nicht einschränken. Das erklärte er am Montag. Es seien aber alle gefragt, „daran mitzuarbeiten, dass so etwas nicht wieder geschieht“.

Die Randale nach dem Landesliga-Fußballspiel zwischen Kickers Emden und dem SV Atlas Delmenhorst am Freitagabend wird Konsequenzen haben. Die sport- und strafrechtliche Aufklärung nehmen die zuständigen Behörden vor. Und auch der SV Atlas wird sich intensiv mit den Vorfällen und der Schlägerei nach dem Schlusspfiff beschäftigen, um zu verhindern, dass sie sich wiederholen, erklärte der Sportliche Leiter des Vereins, Jörg Rosenbohm, am Montag. Dass in Emden ein schwer gut zu machender Imageschaden entstanden ist, glaubt Manfred Engelbart, einer der Sponsoren des Vereins. „Es bleibt etwas haften, das geht doch gar nicht anders“, sagte er. Engelbart, der selbst in Emden war, wird sein Engagement für den SVA aber nicht einschränken. „Ich bin weiter mit Leib und Seele im Delmenhorster Fußball dabei, nicht nur beim SV Atlas. Das gilt aber genauso für den Handball bei der HSG“, erklärte er.

Gespräche mit allen Beteiligten

Sein Eindruck vom Freitagabend war, berichtete Engelbart, dass sich Delmenhorster „leider provozieren“ ließen. „Jetzt sind sicherlich alle gefragt, daran mitzuarbeiten, dass so etwas nicht wieder geschieht“, sagte er – und nimmt sich nicht aus: „Wenn ich helfen kann, helfe ich.“ Er werde, wenn es seine Zeit erlaubt, weiterhin Auswärtsspiele des SV Atlas besuchen.

„Man muss alle Vorfälle rund um diesen Abend ganz kompromisslos aufarbeiten“, bestätigte Rosenbohm den Sponsor. „Und dann muss man ganz aktiv daran arbeiten, so etwas künftig zu verhindern.“ Eine ganz wichtige Maßnahme seien regelmäßige Gespräche mit allen Beteiligten: dem Verein, Ordnungsdiensten und der Polizei und, ganz besonders wichtig, mit Vertretern der Fangruppen.

Verein wartet Stellungnahmen ab

Rosenbohm weiß, dass der Ruf aller Atlas-Anhänger gelitten hat, also auch der der großen Mehrheit, die nicht beteiligt war. „Es gibt natürlich überhaupt nichts schönzureden. Der Verein distanziert sich ganz deutlich von solchen Gewalttaten“, sagte er. Ein großes Problem sei am Freitagabend aber auch gewesen, dass andere Gruppierungen aus anderen Städten dazugekommen sind, „die nicht wegen des Fußballspiels nach Emden gefahren waren“.

Über offizielle Konsequenzen konnte Rosenbohm am Montag nichts sagen: „Wir werden erst einmal alle Stellungnahmen abwarten.“