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Sechs Pferde sind zu versorgen Ganderkeseer Familie Kohlschein: Reiten als Passion

Von Katrin Brandes, Katrin Brandes | 17.05.2016, 00:19 Uhr

Die Leidenschaft für das Reiten bestimmt den Alltag im Hause Kohlschein: Die achtköpfige Ganderkeseer Familie kümmert sich um sechs Pferde.

Für die Ganderkeseer Familie Kohlschein geht es täglich um sechs Uhr morgens los: Keke (2), Tado (7), Lientje (10), Nanno (13), Jelde (15), Paul (19) und die Eltern Swaantje und Peter stehen auf und frühstücken gemeinsam. Für die Kinder geht es dann in Schule und Kindergarten, Vater Peter fährt auf dem Weg zur Arbeit erst am Donnermoor vorbei und versorgt einen Teil der sechs Familienpferde im Ganderkeseer Reitverein: „Danach übernimmt dann meine Frau.“

Für den Facharzt für Laboratoriumsmedizin geht es dann nach Osnabrück zur Arbeit. Für Mutter Swaantje heißt das: mit der Jüngsten, Keke, zu Ende misten und füttern, um rechtzeitig zum Mittagessen dann wieder zuhause zu sein. Nach den Hausarbeiten geht es dann für fast alle Kohlscheins wieder in den Stall, nur Paul als Ältester spielt lieber Fußball. „Die Kinder reiten schon jeden Tag unter Aufsicht und einmal wöchentlich im Unterricht“, erklärt Vater Peter. Ebenso erhalten alle wöchentlichen Klavierunterricht und üben regelmäßig zuhause.

Wöchentlicher Klavierunterricht

An den Wochenenden geht es dann fast immer auf ein Turnier im Umland. Wo und was geritten wird, entscheiden die Kinder mit Mutter Swaantje. Nach Ausprobieren der Vielseitigkeit durch Nanno und Jelde haben sich aktuell alle Kinder hauptsächlich dem Springen verschrieben. „Wir legen auch Wert auf Dressurreiten, was als Basis wichtig ist. Das macht ihnen auch Spaß,“ erzählt er weiter.

Und die Kombination passt: Auf dem heimischen Turnier siegte Nanno im Springen der Klasse A auf Lantinus. Schwester Jelde holte mit der Springmannschaft Silber auf Farina und platzierte sich im Stilspringen der Klasse A* mit Farina und Giovanni auf Rang zehn. Lientje Kohlschein ging in der Dressur mit dem erst vierjährigen Hannoveraner Nautic an den Start und erreichte in der Klasse A den dritten Platz.

Stammkunden im Reitsportladen

Zum Turnier gestartet wird mit einer großen Tüte Brötchen für alle, einer Menge Zubehör und natürlich mit Hund Johans. „Alle freuen sich dann auf das typische Imbiss-Turnieressen“, erzählt Vater Peter Kolhlschein, der sonst gesunde Kost einkauft.

Noch nie wurde in der Großfamilie Hund, Pferd oder Kind vergessen, Reitsportzubehör geht aber öfter mal verloren: „Wir sind Stammkunden im Reitsportladen“, sagte Peter Kohlschein grinsend, der wie der Rest der Familie dieses Pferdeleben genießt.