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Sieg beim TvdH Oldenburg II HSG Delmenhorst II behält im Topspiel die Nerven

Von Jörg Schröder, Jörg Schröder | 21.03.2016, 15:45 Uhr

Big Points für die Handballer der HSG Delmenhorst II. Im torreichen Weser-Ems-Liga-Spitzenspiel gewannen die Delmenhorster beim bisherigen Tabellenführer TvdH Oldenburg II mit 38:35 (22:16) und sind damit nach Minuspunkten gefühlter Spitzenreiter. In den verbleibenden sieben Spielen hat die HSG II fünf Mal Heimrecht.

 TvdH Oldenburg - Delmenhorst II 35:38 (16:22).  

Das Topspiel hielt, was es versprach: Es gab viel Tempo, viele Tore und Akteure, die um jeden Ball kämpften. Bis zum 6:6 (13.) verlief die Partie sehr ausgeglichen, ehe die Delmenhorster mehr und mehr Oberwasser bekamen und jeden Fehler der Gastgeber prompt durch Tore bestraften. Die Deckung mit einem starken Jan Schäfer zwischen den Pfosten war sehr aufmerksam und hatte den gegnerischen Rückraum gut im Griff. Trotz der Sechs-Tore-Führung zur Pause (22:16) warnte Trainer Volker Gallmann seine Spieler davor, die Partie bereits als entschieden zu betrachten. Und er sollte Recht behalten. Seine Mannschaft schwächelte zu Beginn des zweiten Durchgangs. Über 22:24 (36.) und 27:30 (48.) markierte TvdH nicht nur den 31:31 (52.)-Ausgleich, sondern führte wenig später sogar 33:31 (54.). Doch dann nahmen die Delmenhorster Rückraumspieler Tim Kieselhorst und Steffen Eilers das Heft in die Hand und schafften mit ihren Toren noch die umjubelte Wende.

 TSG Hatten/Sandkrug II – HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II 32:25 (13:10). 

„Letztlich haben wir uns selbst geschlagen“, ärgerte sich Trainer Andreas Müller nach dem Schlusspfiff über die Niederlage. Bis zur 27. Minute hatte seine Mannschaft trotz des kleinen Kaders dem Gastgeber Paroli bieten können und war beim 10:11 in Schlagdistanz. Dann ließ sich jedoch Sebastian Weete in der Deckung zu einem Foulspiel hinreißen. Dies ahndeten die Schiedsrichter mit der Roten Karte. In Unterzahl kassierten seine Mitstreiter bis zur Pause zwei weitere Treffer. Das war dennoch kein Beinbruch für Müller, der in der Kabine noch einmal eindringlich mahnte, in der zweiten Hälfte konzentriert und diszipliniert weiterzuspielen – was nur bedingt gelang. Denn beim 14:15 (36.) kassierte Kai Blankemeyer wegen Meckerns seine dritte Zeitstrafe. Das Überzahlspiel nutzten die Gastgeber, um sich vorentscheidend auf 22:14 abzusetzen. Die Grüppenbühren/Bookholzberg II hatte keine Chance mehr, die Partie noch zu drehen.

 TuS Holthusen - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III 21:27 (10:16). 

Mit dem dritten Sieg in Folge machte Grüppenbühren/Bookholzberg III einen weiteren großen Schritt Richtung Klassenerhalt. In Holthusen hatte die Mannschaft das Spiel von Beginn an im Griff – allerdings mit starken Leistungsschwankungen. Auf der einen Seite besaßen die Gäste zwei starke Torhüter, eine sichere Deckung und einen treffsicheren Angriff. Auf der anderen zeigten sie spielerische Mängel, Unkonzentriertheiten und verzettelten sich in Einzelaktionen. Dennoch geriet der Gäste-Sieg nie in Gefahr. Über 10:5 (20.), 16:10 (Pause) und 21:18 (46.) tütete Grüppenbühren/Bookholzberg III den Erfolg ein.