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Sieg und Niederlage TV Hude erfüllt die Pflicht und patzt in der Kür

Von Andreas Giehl | 08.11.2015, 22:00 Uhr

Die Tischtennisspieler des TV Hude haben ihren Doppelspieltag mit einem Sieg und einer Niederlage beendet. Der Oberligist gewann am Samstag beim TSV Lunestedt II mit 9:4, am Sonntag verlor er gegen die SF Oesede mit 2:9.

Die Pflicht erfüllt, bei der Kür gepatzt – das ist die Bilanz des Wochenendes aus Sicht des Tischtennis-Oberligisten TV Hude. Am Samstag ließ der TVH beim Tabellenletzten TSV Lunestedt II bei seinem 9:4-Erfolg wenig anbrennen. Mit einer guten Leistung gegen die Sportfreunde Oesede wollten Felix Lingenau und sein Team am Sonntag den Doppelspieltag abrunden. Das gelang nicht. Die Huder blieben deutlich unter ihren Möglichkeiten und waren dem Tabellenzweiten in allen Belangen unterlegen. Sie bezogen eine hohe 2:9-Packung. Trotzdem ging es mit 4:8 Punkten rauf auf Platz sechs.

Soll erfüllt

Hudes Trainer Thorsten Kleinert sagte, dass es für seine Schützlinge in Lunestedt nur darum gegangen sei, im Abstiegskampf beide Punkte mitzunehmen. Das Soll wurde erfüllt. „Es war bestimmt kein schönes Spiel. Aber das konnte man aufgrund der Tabellensituation auch nicht erwarten. Wir haben uns hier und da durchgekrampft. Kämpferisch dagegen haben die Jungs die Aufgabe gut erledigt.“

Nach dem schmerzhaften Verlust beider Zähler gegen Aufsteiger Ritterhude wollten sich die Huder mit einem klaren Sieg zurückmelden. Schon die Leistungen in den Eingangsdoppeln waren ansprechend. Die Gäste holten alle drei Punkte und konnten danach voll auf ihr Spitzenpaarkreuz bauen. In überzeugender Manier fuhren Lingenau und Daniel Kleinert die Maximalausbeute ein. Ein sehr positives Fazit zog nach der Partie auch der für den erneut fehlenden Christopher Imig ins mittlere Paarkreuz aufgerückte Marc Engels. Der Delmenhorster holte ebenso zwei Einzel. Lange Gesichter gab es dagegen bei Tobias Steinbrenner, Marco Stüber und Ersatzmann Pierre Barghorn. Das Trio blieb sieglos und fuhr deshalb nur bedingt zufrieden nach Hause.

Heimspiel geht klar verloren

Vor dem Sonntagsspiel in der Jahnhalle gegen Oesede war klar, dass für die Gastgeber die Trauben sehr hoch hängen würden. Es ging in der Hauptsache darum, eine starke Teamleistung abrufen, um möglichst lange im Match zu bleiben. Dieser Plan schlug in der ersten Einzelrunde komplett fehl. Kein Huder siegte. Das lag auch daran, dass die Gastgeber in der vorhandenen Konstellation – was das Spielsystem betrifft – schlecht zu ihren Gegnern standen. Mehr Punkte hätte der TVH vermutlich in Runde zwei geholt. Doch in dieser mussten nur noch Lingenau und Kleinert an den Tisch. Das zweite und dritte Paarkreuz kam aufgrund des bis dahin längst aussichtslosen Rückstands nicht mehr zum Zug.

„Das hat überhaupt nicht gepasst. Die Niederlage standesgemäß“, bemängelte Thorsten Kleinert. Am kommenden Sonntag in Hagenburg darf sich die TVH-Sechs so nicht präsentieren, will sie aus der Halle des starken Aufsteigers etwas entführen.