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Silbersee-Triathlon 2015 in Stuhr Mario Lavendel vom LC Hansa freut sich über Rang 18

Von Richard Schmid | 27.07.2015, 16:11 Uhr

Der LC Hansa Stuhr hat den Silbersee-Triathlon 2015 ausgerichtet. Zu seinem Programm gehörten die Landesmeisterschaften über die olympische Distanz. Mario Lanvendel war bester Starter der gastgebenden Tri Wölfe.

Stuhr. „Es ist einfach nur toll, hier bei der eigenen Veranstaltung dabei zu sein“, sagte ein erschöpfter, aber zufrieden lächelnder Mario Lavendel von den Tri Wölfen des LC Hansa Stuhr nach seinem Zieldurchlauf beim 22. Silbersee-Triathlon in Stuhr. Über seinen 18. Platz bei den Landesmeisterschaften über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen), die er als Bester aller regionalen Starter beendete, konnte er sich richtig freuen. „Es war zwar verdammt hart, vor allem der böige Wind machte mir beim Radfahren doch sehr zu schaffen“, berichtete Lavendel.

200 Helfer im Einsatz

Überhaupt das Wetter. Es scheint, als hätten die Veranstalter um den Organisationsleiter Jan Neubauer vom LC Hansa einen besonderen Draht zum Wettergott. Noch am Vortag tobte sich das Sturmtief „Zeljko“ auch über Stuhr aus und stellte die Veranstalter vor große Herausforderungen. 200 Helfer widerstanden am Samstag dem Unwetter und schafften den widrigen Bedingungen zum Trotz beste Voraussetzungen für eine rundum gelungene Veranstaltung. Laufstrecken wurden hergerichtet, die Wechselzonen präpariert, die Bühne im Zielbereich musste aufgebaut werden, kurzum eine Mammutaufgabe angesichts der Wetterunbilden. Auch Lavendel ließ es sich nicht nehmen, trotz seines Starts am Sonntag über neun Stunden mit aufzubauen. Noch in den frühen Morgenstunden des Sonntags waren die Helfer im Einsatz. Der Lohn: Strahlender Sonnenschein begrüßte die über 1000 Triathletinnen und Triathleten. Neben den Landesmeisterschaften über die olympische Distanz standen auch Sprint- und Staffeldistanzen im Programm. Auch mehrere hundert Volkstriathleten nahmen die Sprintdistanz über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen in Angriff.

Regeln werden genau überwacht

Bereits um neun Uhr ging es trotz Sonnenschein zu noch recht frischen Temperaturen los: Die erste Gruppe der Athleten stürzte sich in den Silbersee. Bereits nach gut 19 Minuten kam Arne Frank (TSV Bokeloh) mit großem Vorsprung aus dem Wasser und sprintete zur Wechselzone, um sich auf sein Fahrrad zu schwingen. Allerdings büßte er seine Führung anschließend ein. Christian Hörper von den Oldenburger Triathlon Bären übernahm nach 40 Kilometern Radrennen die Führung, die er nicht mehr abgab.

Die strengen Regeln des Triathlons wurden auf der Strecke genau überwacht. „Windschatten fahren ist verboten“, erläuterte Holger Frings, der als Kampfrichter auf einem der zahlreichen Begleitmotorräder das Wettkampfgeschehen überwachte. „Bei Verdacht auf Windschatten wird dem dem Athleten die schwarze Karte gezeigt. Drei schwarze Karten bedeuten, der Sportler wird disqualifiziert“, erklärte er das Regelwerk. Allerdings hielten sich die Athletinnen und Athleten weitgehend daran, Disqualifikationen wurden nicht ausgesprochen.

Drei Oldenburger vorn

Nach dem Radfahren mussten die Teilnehmer der Landestitelkämpfe eine zehn Kilometer lange Laufstrecke bewältigen. Viermal ging es um den Silbersee. Hörper, der noch im Frühjahr mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, war nach 1:54:45 Stunden als Erster vor seinem Vereinskollegen Achim Grönhagen und Sven Weber (TSV Bokeloh) im Ziel. Vorjahressieger Philipp Fahrenholz aus Weyhe, der für Hannover 96 startete, landete auf dem fünften Platz. Sein Rückstand auf den Sieger betrug mehr als sechs Minuten. Landesmeisterin wurde Inga Hintze von BW Lohne, nach dem Schwimmen nur auf Platz 18, mit einer Zeit von 2:17:23 Stunden. Sylvia Neumann (LC Hansa Stuhr) landete als Beste aus der Region auf einem 86. Rang.

Auch Andrea Roosch, eine der zahlreichen Helferinnen, die zum ersten Mal dabei war, zeigte sich von der tollen Atmosphäre total begeistert. „Nächstes Jahr mache ich auf jeden Fall wieder mit“, sagte sie.

Schnellste Staffel aus Delmenhorst

Die schnellste Staffel über die olympische Distanz war das Trio von DLW Linoleum Delmenhorst. Mirco Czenskowski (Rad fahren), Christoph Magda (schwimmen) und Dieter Kreuzer (laufen) benötigte 2:06:42 Stunden.