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Skormachowitsch wirft Siegtor Landesligist Hoykenkamp bezwingt Dinklage mit 25:24

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 06.03.2016, 15:38 Uhr

Die Landesliga-Handballer der TS Hoykenkamp haben beim TV Dinklage mit 25:25 gewonnen. Ihr Rückraumspieler Nico Skormachowitsch traf wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff. Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg kam beim FC Schüttorf zu einem 33:33. Der TV Neerstedt II verlor sein Heimspiel gegen den TuS Bramsche mit 26:32.

Dank eines Treffers ihres Rückraumspieler Nico Skormachowitsch in den Schlusssekunden waren die Handballer der TS Hoykenkamp das einzige der drei Landkreis-Teams in der Landesliga, das einen Sieg bejubelte. Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg erkämpfte sich am Samstag ein 33:33 bei FC Schüttorf. Der TV Neerstedt II kassierte gegen den TuS Bramsche eine 26:32-Heimniederlage.

 Schüttorf -Grüppenbühren/Bookholzberg 33:33 (14:16). HSG-Co-Trainer Andreas Müller, der den verhinderten Coach Sven Engelmann vertrat, war mit dem Unentschieden nicht ganz zufrieden: „Die Mannschaft traf in der Abwehr einige Male nicht die richtigen Entscheidungen und kassierte so einfache Tore. Auch in der Offensive ließ sie einige hochkarätige Chancen etwas fahrlässig liegen. Daher ist es eigentlich ein etwas ärgerlicher Punktverlust.“ Trotzdem bezeichnete er den Auftritt seiner Mannschaft als gut, denn sie ließ sich gegen einen starken Gegner nie hängen. Die HSG begann gut, war konzentriert in der Abwehr und im Angriff. Sie ging in Führung. Nach dem 14:10 schlichen sich aber kleine Schwächen ins HSG-Spiel ein. Die Schüttorfer kamen etwas heran. Nach der Pause glichen sie dann sogar aus (22:22). Davon ließ sich die HSG aber nicht aus der Ruhe bringen. Als Marcel Biedermann Mitte der zweiten Hälfte das 28:25 erzielte, schien sie den Gegner wieder im Griff zu haben. Doch das HSG-Team verlor erneut den Faden, kassierte das 28:28. Die letzten zehn Minuten waren hektisch, denn auf beiden Seiten wollte man zu schnell zu viel und so gab es neben etlichen technischen Fehlern auch Schwächen im Abschluss. Daher mussten sich die Kontrahenten am Ende mit dem Remis zufriedengeben.

 Dinklage - Hoykenkamp 24:25 (13:11). Die TSH kam in einem Spiel mit Haken und Ösen zu einem Last-Minute-Sieg. In einer spannenden Schlussphase glich sie drei Minuten vor dem Ende mit Toren von Hannes Ahrens und Sebastian Rabe per Strafwurf erstmals seit der Anfangsphase wieder aus (23:23). Nach einer Zeitstrafe gegen Dinklage nutzte Rabe einen weiteren Strafwurf zur Führung, die Dinklage sofort ausglich. Doch Nico Skormachowitsch erzielte mit einem Gewaltwurf nach einem Freiwurf an der Neunmeterlinie doch noch den umjubelten Siegtreffer.

Das Team von Interims-Coach Lennard Timmermann hatte zuvor einige Schwächen in der Abwehr und im Angriff gezeigt. Nach zehn Minuten hatten die Dinklager das Kommando übernommen, konnten sich aber nicht vorentscheidend absetzen, da sie gegen den guten TSH-Torwart Jan-Luca Linde ebenfalls gute Chancen vergaben. Mitte der zweiten Halbzeit schien die Partie beim 15:19 für die TSH trotzdem verloren. Doch angeführt von Kyan Petersen kam das Team zurück. „Wir konnten nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen, denn die Abwehr wirkte phasenweise zu fahrig, die konsequenten Absprachen fehlten auch. Auch im Angriff haben wir durch die offensive Deckung des Gegners nicht zu unserem Spiel gefunden“, sagte Timmermann. Er bezeichnete den Sieg als „glücklich“.

 Neerstedt I - Bramsche 26:32 (12:16). Nach zuletzt drei guten Spielen sind die Neerstedter wieder mitten in den Abstiegskampf gerutscht. Die letzten vier Mannschaften in der Tabelle sind punktgleich. „So wird die Mannschaft nie wieder zusammen spielen“, erklärte TVN-Trainer Lutz Matthiesen nach Spielende. Er musste eine Notmannschaft aufbeiten, da sechs Stammspieler verletzt oder erkrankt ausfielen. Der TuS hatte einer Verlegung nicht zugestimmt.

Die Ausfälle machten sich in der Defensive und im Angriff des TVN deutlich bemerkbar. Trotzdem blieb die Begegnung zunächst offen, denn die Gäste vergaben einige gute Möglichkeiten, sodass Neerstedt mit Treffern von Phillip Hollmann und Marc Rasche bis zum 11:11 (24.) auf Tuchfühlung blieb. Dann verlor das Team jedoch den Faden, nutzte beste Chancen nicht. Zu Pause lag es mit 12:16 zurück. Der TVN steckte nicht auf, schöpfte beim 15:18 durch Niklas Löding wieder Hoffnung. Die platzte aber schnell. Der Gast setzte sich bis auf 23:17 ab und kontrollierte dann das Spiel souverän.

„Bei unserem Restprogramm ist es kaum noch möglich, die Klasse zu halten“, sagte Matthiesen, „denn gerade der Ausfall von Leistungsträgern wie Torben Schachtschneider und Andre Schröder-Brockshus wiegt sehr schwer und ist kaum auszugleichen.“