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Skripnik will Spielkultur ändern Werder setzt gegen Hertha auf seinen Heimvorteil

Von dpa | 31.01.2015, 16:39 Uhr

Mit Neuzugang Jannik Vestergaard will Werder Bremen beim Rückrunden-Auftakt gegen Hertha BSC wichtige Punkte im Abstiegskampf holen. Der Innenverteidiger, der in der Winterpause aus Hoffenheim kam, wird sehr wahrscheinlich heute (15.30 Uhr) in der Startelf stehen.

Werder Bremen setzt beim Rückrundenauftakt auf den Heimvorteil. Der Fußball-Bundesligist will am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Hertha BSC seine gute Bilanz unter Trainer Viktor Skripnik ausbauen. In den vier Partien mit dem Ukrainer an der Seitenlinie gelangen den abstiegsgefährdeten Hanseaten im Weserstadion drei Siege und ein Unentschieden. „Wir haben die Spiele verdient gewonnen und wollen jetzt nachlegen“, sagte Skripnik.

Optimistisch ist der Ex-Profi vor allem nach der aus seiner Sicht guten Vorbereitung. „Wir haben deutliche Fortschritte gemacht“, erklärte der Bremer Coach. „Wir wollen mehr Ballbesitz und haben unsere Spielkultur verändert. Deswegen wollen wir aktiver sein, den Gegner damit zu Fehlern zwingen.“

Eine wichtige Rolle soll dabei Neuzugang Jannik Vestergaard spielen. Der Zwei-Millionen-Euro-Mann, der in der Winterpause aus Hoffenheim kam, wird aller Voraussicht nach sein Debüt im Werder-Trikot feiern. „Wir müssen uns gegen den Ball verbessern. Vielleicht fehlte uns da jemand wie Vestergaard“, sagte Skripnik. Er kann dazu wieder auf den wiedergenesenen Top-Torschützen Franco Di Santo bauen. Der beste Bremer Torschütze der Hinrunde (sechs Treffer) meldete sich nach seinem Außenbandanriss aus dem Herbst zuletzt bei zwei Testspielen wieder zurück. „Er trainiert gut, hat aber noch Luft nach oben“, meinte Skripnik. Mit einem Grinsen fügte er hinzu: „Für Sonntag wünsche ich mir sechs Tore von ihm.“

Hertha-Trainer Jos Luhukay muss dagegen auf Mittelfeldspieler Per Skjelbred verzichten. Der Norweger fehlt aufgrund einer bakteriellen Entzündung beim Keller-Duell. Hajime Hosogai sitzt eine Gelbsperre ab, Salomon Kalou weilt noch beim Afrika-Cup. Außerdem fehlen die weiterhin Verletzten Tolga Cigerci und Alexander Baumjohann. Dagegen rücken die Langzeitverletzten Fabian Lustenberger und Sebastian Langkampf wieder in die Startformation der Berliner. „Beide werden in der ersten Elf auflaufen“, teilte der Niederländer mit. Auch Roy Beerens meldete sich nach seiner Fußverletzung wieder fit. Der Niederländer wird voraussichtlich zunächst aber nur auf der Ersatzbank sitzen.

Hertha geht als 13. mit nur einem Punkt Vorsprung auf Bremen in die zweite Halbserie. Berlin hat in der Winterpause bisher auf Neuverpflichtungen verzichtet. Aktuell sei es so, „dass wir nichts machen werden“, sagte Manager Michael Preetz.