Ein Angebot der NOZ

Spiel gegen Sportfreunde Lotte Kann Aron Johannson im DFB-Pokal für Werder Bremen auflaufen?

Von Carsten Sander | 17.08.2016, 13:01 Uhr

Ob schon Absicht dahintersteckte, dass Aron Johannsson am Dienstag beim Spiel auf sechs Mini-Tore in einem Team mit Max Kruse agierte? Immerhin wird Kruse am Sonntag im DFB-Pokalspiel bei Drittligist SF Lotte (15.30 Uhr) jemanden brauchen, dem er die Bälle auflegen kann. Claudio Pizarro wird es nicht sein, er fällt mit einer Muskelverletzung für den Saisonauftakt des SV Werder aus. Also vielleicht der ewig lange verletzte und endlich wieder gesunde Aron Johannsson?

Der Isländer mit dem US-Pass schaut etwas skeptisch bei seiner Einschätzung der Lage. „Ich brauche sicher noch Zeit, um richtig spielfit zu werden. Aber 60 Minuten stecken schon in mir“, sagt der 25-Jährige und wagt keine Prognose, ob sein Name am Sonntag in der Startelf stehen wird: „Ich würde gerne Ja sagen, aber es ist schwierig.“

Beschwerden am Hüftbeuger

Im September 2015 hat er sein bis dato letztes Pflichtspiel bestritten, danach wurden die Beschwerden am Hüftbeuger unerträglich – und die lange Pause wurde es auch. Johannsson ganz ehrlich: „Als ich den dritten Anlauf Richtung Comeback gestartet hatte und die Schmerzen wieder zurückkamen, hatte ich Angst, sie würden nie wieder weggehen.“ Noch lässt sich nicht sagen, ob das Problem nun tatsächlich ausgestanden ist, noch kann man nur hoffen.

Deutungen unmöglich

Vielleicht würde ein Einsatz von Beginn an Zweifel beseitigen und Vertrauen in den eigenen Körper schaffen. Vielleicht wäre es aber auch kontraproduktiv, nach nur knapp zwei Trainingswochen gleich in die Vollen zu gehen. Johannsson:„Es wäre ein kleiner Erfolg für mich, von Anfang an zu spielen. Aber es ist ein enger Wettbewerb, denn wir haben auch noch andere gute Stürmer.“ Nämlich Lennart Thy und Johannes Eggestein. Auch sie – das sei nicht verschwiegen – tauchten gestern beim Match Acht gegen Acht im Team Kruse auf. Deutungen für Sonntag sind deshalb quasi unmöglich.