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Spieler und Knaben-B-Trainer Nils Hübner engagiert sich beim HC Delmenhorst vorbildlich

Von Klaus Erdmann | 16.01.2016, 10:12 Uhr

Nils Hübner ist ein Vorzeige-Spieler und -Trainer beim HC Der Blick des 18-jährigen Ganderkeseers geht über den Tellerrand hinaus. Ein Gespräch über den Stand der Dinge, Ziele und Träume.

Der Name Nils Hübner steht für vorbildliche Identifikation. Der junge Mann spielt für die Herren des Hockey-Clubs Delmenhorst, trainiert seit 2012 die Knaben B und macht sich Gedanken über die Zukunft seines Vereins. Im Gespräch, in dem es um den Stand der Dinge, aber auch um Ziele und Träume geht, wird schnell deutlich, dass sein Blick nicht am Tellerrand endet. Hübners Trainer Ulli Hader bestätigt diese Beobachtung: „Nils identifiziert sich mit dem Verein, ist sehr engagiert und lernbegierig.“

Mit „knapp sechs Jahren“ macht der gebürtige Delmenhorster, der seit vielen Jahren in Ganderkesee lebt, bei den „Flöhen“ des HCD die ersten Gehversuche auf dem Hockeyparkett. Die Wahl überrascht nicht, denn auch Vater Stefan „hat früher mal gespielt“. Er habe, sagt Hübner Junior, alle Stationen durchlaufen. Der Anspruch an ihn selbst sei dabei ständig gewachsen.

Nils Hübner liebt das schnelle, hochtaktische Spiel

Eine andere Sportart war nie ein Thema: „Hockey macht in technischer und taktischer Hinsicht Spaß. Und es ist extrem wichtig, dass man viel von diesem Sport versteht.“ Gerade in der Halle sei Hockey „hochtaktisch“. Zwischen Defensive und Offensive entwickele sich ein schnelles Spiel. „Es ist anstrengend und macht Spaß“, sagt der 18-Jährige, der zweimal im Länderpokal dabei war und an einer U16-Sichtung des Deutschen Hockey-Bundes teilnahm.

In der Halle (Verbandsliga) befinden sich Hübner und die Herrenmannschaft des Hockey-Clubs mit optimaler Zwölf-Punkte-Ausbeute auf Meisterschaftskurs. Er blickt voraus: „Wir müssen die Spannung hochhalten. Wenn ein Aufstiegsspiel kommt, müssen wir gewappnet sein.“ Auf dem Feld (Oberliga) müsse man erst einmal den Klassenerhalt anstreben. Apropos: Hübner, der derzeit am Gymnasium Ganderkesee sein Abi „schreibt“, spielt bevorzugt draußen: „Ich habe lieber mehr Platz. In der Halle ist das Spielfeld doch sehr, sehr eng“.

Nils Hübner lobt die Spieler und deren Eltern

Der Stolz in der Stimme ist unüberhörbar, wenn Hübner über die Knaben B, die er mit seinem Teamkollegen Jannik Pleil trainiert, spricht. Von Jungs, mit denen die Arbeit Spaß mache und die „hoch talentiert“ seien („Die haben Sachen drauf, die ich in dem Alter nicht konnte“), „tollen Eltern, die uns unterstützen“ und erfolgreichen Spielen ist dann die Rede. Und davon, dass man auf einem guten Weg sei.

Hübner & Hockey – eine Beziehung, die Zukunft hat. Er macht den Trainer-C-Assistent-Schein, will auch später als Coach arbeiten. Weiteres Ziel: Spiele in der Regionalliga, „am liebsten mit dem HCD – das ist mein Traum“. Weiterer Traum: der Sprung mit den Knaben zur DM-Qualifikation.

Angestrebt werde, so Hader, dass Hübner ab August ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviere. Es wäre eine Win-Win-Situation: Der Sportler würde den Lernprozess fortsetzen und der HCD bekäme mit Nils Hübner einen Mitarbeiter, dessen Name für vorbildliche Identifikation steht.