Ein Angebot der NOZ

Spielertrainer fühlt sich wohl Berner Umfeld lässt „Magic“ Müller schwärmen

Von Manfred Nolte | 03.12.2015, 20:59 Uhr

Der Ex-Delmenhorster Michael „Magic“ Müller hofft auf den Kreisliga-Klassenerhalt mit dem Wesermarsch-Klub SVG Berne – und auf den Faktor Kunstrasen.

Wenn Michael „Magic“ Müller für einen Fußball-Verein Werbung macht, dann lohnt es sich, einmal genauer hinzuhören. Der 45-Jährige hat in seiner beispiellosen Laufbahn schon unzählige Plätze gesehen, er hat als Herrenspieler 14 Vereine durchlaufen, im DFB-Pokal und in den Vereinigten Arabischen Emiraten gespielt – ebenso wie in der Kreisklasse. Wenn dieser Mann vom tollen Umfeld bei der Spielvereinigung Berne spricht, ist da wahrscheinlich auch etwas dran.

Großer Zusammenhalt

Seit September 2013 ist Müller Spielertrainer in der Wesermarsch, in der vergangenen Saison wurde er Kreispokalsieger und Meister der 1. Kreisklasse, was sein Team – aus geografischen Gründen – zurück in die Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst brachte. In Berne fühlt sich der Ex-Delmenhorster offenbar pudelwohl: „Geld wird bei uns nicht gezahlt, dafür werben wir mit unserem guten Umfeld“, sagt er und nennt den Kunstrasenplatz, ein gut geführtes Vereinsheim und das große Zusammengehörigkeitsgefühl: „Beim Training ist meistens der komplette Kader da.“

Die Berner haben sich im bisherigen Saisonverlauf wacker geschlagen, auch wenn sie ihr Saisonziel, den Klassenerhalt, bei fünf Zählern Vorsprung zu einem Abstiegsrang noch längst nicht unter Dach und Fach haben. „Wir haben Zeit gebraucht, um uns an die neue Klasse zu gewöhnen“, erklärt Müller.

Neun A-Jugendliche integriert

Für den weiteren Saisonverlauf zeigt er sich sehr optimistisch. „Wir haben viele Spiele nur knapp verloren“, sagt Müller, der die Liga als sehr ausgeglichen betrachtet. „Die Kellerkinder können auch die Spitzenteams schlagen. Daher wird es bei drei Absteigern ganz eng“, glaubt der Übungsleiter, der davon ausgeht, dass es im Frühjahr noch hart wird. „Wir werden weiter konzentriert arbeiten und dann ist da ja noch unser Kunstrasen, der uns Vorteile beschert, weil wir ständig darauf spielen und trainieren.“

Müller geht die zweite Saisonhälfte mit einem jungen Aufgebot an, das Durchschnittsalter liegt bei 23 Jahren. Gleich neun eigene A-Junioren hat er zu dieser Spielzeit in seinen Kader geholt. Da es derzeit keine A-Jugend im Verein gibt, muss Müller auf eine weitere Verjüngung warten. „Wir haben aber starke B-Junioren, die werden uns in zwei Jahren helfen“, freut er sich auf die nächsten Youngster. Außerdem könnte der eine oder andere Neuzugang aus der Region kommen: „Wir wollen uns punktuell verstärken.“