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Spitzenspiel in Bezirksliga SV Atlas Delmenhorst tritt beim Heidmühler FC an

Von Klaus Erdmann | 10.10.2015, 00:00 Uhr

Der Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga, der SV Atlas Delmenhorst, tritt bei einem seiner Verfolger an: An diesem Sonntag, 15 Uhr, ist beim viertplatzierten Heidmühler FC zu Gast, der zuletzt vier Siege in Folge eingefahren hat.

Wenn Jürgen Hahn, Cheftrainer des verlustpunktfreien Bezirksliga-Tabellenführers SV Atlas, ein „Spitzenspiel auf Augenhöhe“ erwartet, dann zeugt das von großem Respekt vor dem Gegner. Dieser scheint auch angebracht, denn die Fußballer des Heidmühler FC trumpften nach einem überraschend schwachen Start (acht Punkte aus fünf Spielen) zuletzt mit vier Siegen (und 15:3 Toren) in Folge auf. Der Tabellenvierte (20 Punkte) und der Erste (27) bestreiten ihr jeweils zehntes Saisonspiel am Sonntag ab 15 Uhr auf dem Platz Am Klosterpark in Schortens.

HFC hat Meisterschaft zum Saisonziel erklärt

„Der Heidmühler FC ist vor der Saison ganz stark eingeschätzt worden und man hat offensiv seine Ambitionen – nämlich Platz eins – verkündet“, blickt Hahn zurück. Seit einigen Wochen scheinen sich die Schützlinge von Coach Lars Klümper in der Spur zu befinden. Heidmühle verfüge über gute Leute, betont Hahn. Es sei kurios, dass in diesem Falle der Gegner unter Druck stehe. „Erstmals muss in einem unserer Spiele unbedingt der Gegner gewinnen“, sagt Hahn. Er habe die Heidmühler zweimal beobachtet. Der HFC besitze schnelle Leute. „Ich habe aber auch zwei, drei Dinge gesehen, wo wir ansetzen können. Welche Dinge es sind, werde ich natürlich nicht verraten“, meint der Übungsleiter lachend.

Die bislang einzige Niederlage kassierten die Heidmühler mit dem deutlichen 1:5 beim Tabellenfünften VfB Oldenburg II. Unentschieden gab es beim SV Tur Abdin (1:1) und gegen den BV Bockhorn (2:2). Auf eigenem Platz brachte man es somit in vier Spielen auf zehn Zähler. Atlas hält nach vier Auswärtstreffen zwölf Punkte dagegen. Nikolai Kück erzielte sieben der 25 Heidmühler Saisontreffer.

Atlas-Torjäger fällt aus

Vor ihm rangiert Dominik Entelmann (neun). Der Atlas-Torjäger (Knieverletzung) fehlt am Sonntag in Schortens ebenso wie Steven Müller-Rautenberg, der weiterhin unter einer Bauchmuskelzerrung leidet (Hahn: „Das ist eine hartnäckige Sache“) und Tom Witte, der sich bei einem Spiel der zweiten Vertretung einen Bänderriss zugezogen hat. Auf der anderen Seite kehrt Thomas Mutlu nach seine Nasenoperation wieder in den Kader des Spitzenreiters zurück. Ihn will Hahn allerdings nach Möglichkeit noch schonen.

Delmenhorster Siegesserie

Und dann ist da noch die Sache mit den neun Starterfolgen „Diese Siegesserie ist nur am Rande ein Thema. Es ist ein schöner Nebeneffekt. Es ist angenehm, aber wir machen uns nicht verrückt“, unterstreicht Hahn. Ein Unentschieden wäre kein Beinbruch, ergänzt er. Der Vorsprung betrüge weiterhin sieben Punkte. Das wäre nicht schlecht – nach dann zehn von 30 Saisonspielen.