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Spitzenspiel in Verbandsliga HSG Delmenhorst tritt beim VfL Edewecht an

Von Lars Pingel | 30.04.2015, 17:51 Uhr

Die Handballer der HSG Delmenhorst, Tabellenzweiter der Verbandsliga, treten an diesem Samstag ab 18 Uhr, beim Spitzenreiter VfL Edewecht an.

Jürgen Janßen, Vorsitzender der HSG Delmenhorst, hat in den vergangenen Tagen mehrfach ins Ammerland, genauer mit den Verantwortlichen des VfL Edewecht, telefoniert. Es waren angenehme Gespräche, die sich um die Sporthalle am Breeweg in Edewecht drehten. „Die Zusammenarbeit hat wirklich gut funktioniert“, erzählt Janßen. „Der VfL stellt uns einen ganzen Block zur Verfügung, sodass unsere Fans zusammensitzen können.“ Die HSG-Anhänger werden an diesem Samstag kräftig dazu beitragen, dass der Wunsch der Edewechter in Erfüllung geht: „Die Halle muss voll“, heißt auf der Internetseite der Verbandsliga-Handballer. In dieser tritt die HSG-Mannschaft, deren Fans unter anderem in zwei voll besetzten Bussen nach Edewecht fahren werden, ab 18 Uhr als Tabellenzweiter beim Spitzenreiter an.

Edewecht kann Aufstieg im Grunde perfekt machen

Die Heimmannschaft könnte mit einem Erfolg den Oberliga-Aufstieg und die Meisterschaft so gut wie perfekt machen. Mit 39:7 Punkten hat der VfL derzeit einen Zähler mehr auf dem Konto als die HSG und vier mehr als der VfL Fredenbeck II. Anschließend stehen noch zwei Spieltage auf dem Programm. Alle anderen Teams können in das Rennen um die Spitzenplätze nicht mehr eingreifen. Dementsprechend hoch werde die Motivation der VfL-Aktiven sein, glaubt HSG-Spielertrainer Andre Haake. Zudem dürfte der 34:24-Hinspielsieg der Delmenhorster und die mögliche Revanche in der Vorbereitung des Spitzenreiters eine Rolle gespielt haben.

HSG ist optimistisch

An Motivation mangelt es aber auch bei den Delmenhorstern nicht. „Wir sind heiß“, bestätigt Haake. „Wir haben alles in der eigenen Hand“, sagt er mit Blick auf das Aufstiegsrennen und fügt seine Erwartung für das Spitzenspiel an: „Das wird hoffentlich spannend.“ Er und sein Ko- Trainer Werner Rohlfs sind zuversichtlich, dass ihr Team mit etwas Zählbaren die Rückfahrt antritt. „Wenn wir mindestens einen Punkt holen, können wir am 9. Mai in eigener Halle den Aufstieg perfekt machen“, erklärt Haake.

Das Spiel ist der Vergleich des besten Angriffs der Liga (HSG: 739 Treffer in 23 Partien) mit der besten Abwehr (VfL: 551 Gegentore). „Ich bin gespannt, wo es hinläuft“, sagt Haake und erklärt, worauf es für seine Mannschaft vor allem ankommen wird: „Wir müssen unsere Konzepte im Angriff konsequent durchspielen, damit wir nicht in die Konter des VfL laufen.“

Der HSG-Spielertrainer hofft, dass Linkshänder Stefan Timmermann, der sich einen Bänderriss im Fußgelenk zugezogen hatte, wieder mitwirken kann. „Wenn nicht ist Lasse Till dabei“, erklärt Haake. Der Delmenhorster läuft im A-Jugend-Bundesliga-Team des HC Bremen auf, besitzt aber ein Doppelspielrecht. „Das ist geklärt“, sagt Haake. Fehlen wird ihm Dominik Ludwig (Urlaub).