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Sponsorentreffen SV Atlas Delmenhorst arbeitet an neuen Strukturen

Von Lars Pingel | 13.03.2015, 20:43 Uhr

Die Führungsriege des Vereins hofft, dass die erste Mannschaft möglichst bald in die Landesliga aufsteigt. Mehr als heimlich träumt sie aber auch schon von mehr. Während eines Sponsorentreffens wurden Konzepte vorgestellt.

Manchmal werden Wünsche schneller wahr als gedacht. Das löst Freude aus, kann aber auch zu einer Herausforderung werden. Jörg Borkus, 1. Vorsitzender des SV Atlas, war am Donnerstagabend während eines Sponsorentreffens in der Vereinsgaststätte „Jan Harpstedt“ so ehrlich, genau das zuzugeben. „Die Mannschaft hat uns sportlich überholt“, sagte er während der Veranstaltung mit 40 Gästen. „Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga haben wir gesagt, wenn wir ab Platz sechs mitspielen, wäre das eine tolle Sache. Und dann gehen wir als ungeschlagener Tabellenführer in die Winterpause. Da kam mehr als einmal die Frage: Können wir überhaupt Landesliga?“ Inzwischen beantwortet Borkus sie mit einem Ja. „Wir wollen es aber vernünftig machen.“

Aufgaben wurden auf mehr Schultern verteilt

Die Maßnahmen, die der Vorstand ergriff, um die Fußballer wieder einzuholen, zielen auf mehr als die Landesliga. Das zeigte vor allem der neue Sportliche Leiter Jörg Rosenbohm auf, der auch für das Marketing zuständig ist. Dafür, dass das möglich sei, dankte Borkus den Sponsoren. „Sie sind das Fundament.“

Um die neuen Aufgaben zu bewältigen, wurden sie auf noch mehr Schultern verteilt, erklärte Teammanager Bastian Fuhrken. Thomas Luthardt wurde Leiter der Fußball-Abteilung, Erhard Borrmann Jugendleiter , und Holger Timme (noch FC Huchting) übernimmt zur nächsten Saison die zweite Mannschaft. „Wir wollen und müssen uns im Jugendbereich besser aufstellen“, sagte Fuhrken. „Wir wissen aber auch: Das braucht Zeit und Geduld.“ Außerdem solle die zweite Mannschaft zu einem starken Unterbau für die „Erste“ werden.

Rosenbohm, der von 2005 bis 2014 im Vorstand, im Marketing, als Geschäftsführer und als Teammanager für den Regionalligisten VfB Oldenburg tätig war, nahm den Druck von dem Bezirksliga-Team um Trainer Jürgen Hahn und Kotrainer Marco Büsing. „Das ist eine Wahnsinnsmannschaft“, sagte Rosenbohm. „Was sie bisher geleistet hat, ist enorm und klasse. Sollte sie den Aufstieg doch noch nicht schaffen, wäre das auch nicht schlimm.“

Dickes Kompliment für die Mannschaft

Rosenbohm machte aber schon deutlich, dass er Potenzial für mehr sieht. Der SV Atlas sei eine Marke, die „deutschlandweit bekannt ist.“ Er habe eine große Anhängerschaft, viele Sponsoren und Helfer. Zudem sei er in einer Stadt zu Hause, in der es ein „Bedürfnis nach höherklassigem Fußball“ gäbe.

Verein möchte solide Strukturen schaffen

Viel von der Begeisterung sei den Erfolgen in der Vergangenheit zu verdanken, erklärte Rosenbohm. Davon könne der Verein aber auf Dauer nicht leben und schon gar nicht wachsen. Es gelte, solide Strukturen zu schaffen, die neue Erfolge ermöglichen. Dazu gehöre auch, dass weitere Sponsoren gewonnen werden – ohne die alten, die „der ersten Stunde“, zu vergessen. „Wir werden für jeden eine Lösung finden“, sagte Rosenbohm. Er stellte ein Konzept vor, das verschiedene Stufen des Sponsorings vorsieht.

„Seriös und kompetent auftreten und arbeiten“

Das Wichtigste sei allerdings, erklärte Rosenbohm, „dass wir seriös und kompetent auftreten und arbeiten.“ Das gelte im Kontakt mit Spielern, mit möglichen Sponsoren und, ganz besonders, mit den Nachbarn: „Unser Ziel ist ein respektvoller Umgang mit allen anderen Vereinen.“

Der Atlas-Vorstand habe im Januar übrigens nicht lange gebraucht, um ihn zu überzeugen. „Beim ersten Treffen habe ich die Leidenschaft für diesen Verein gespürt“, sagte Rosenbohm. „Wenn wir alle diese Leidenschaft nach draußen tragen, werden wir eine Geschichte schreiben.“