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Sportlerwahl 2014 Reiterin Kruse: Viele Erfolge in der Königsdisziplin

Von Richard Schmid | 05.03.2015, 22:00 Uhr

Das dk stellt in diesen Wochen die Nominierten für die Sportlerwahl 2014 vor. Die 42-jährige Delmenhorsterin Simone Kruse, die für Niedervieland startet, ist in den schwersten Prüfungen erfolgreich.

Seit einigen Jahren gehört die Delmenhorsterin Simone Kruse, die für den bremischen Reit- und Fahrclub Niedervieland an den Start geht, zu den besten Dressurreiterinnen in unserer Region. Als Amateurreiterin kümmert sich die 42-jährige im Unterschied zu den professionellen Dressurreitern um die Pferdepflege sowie um alles andere, was mit dem Reitsport zu tun hat. „Als Profi wird dir das fertige Pferd hingestellt, und du kannst dich nur aufs Reiten konzentrieren“, sagt sie. Im Wettkampf mit den Berufsreitern behauptet sich Kruse allerdings sehr gut – auch im vergangenen Jahr erreichte sie während vieler großer Turniere vordere Platzierungen in den schwersten Prüfungen, auch im Grand Prix, der „Königsdisziplin“ des Dressursports.

Wettkampf mit Isabell Werth

Die Erfolge des vergangenen Jahrs wirken sich übrigens bis in die kommenden Tage hinein aus. Kruse wurde mit ihrer schwarzen Stute Semper Fidelis als einzige Dressurreiterin vom Bremer Pferdesportverband für den „Signal Iduna Cup“ in Dortmund nominiert. Dort tritt sie ab heute in einem Wettbewerb an, in dem auch die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt, Isabell Werth (Rheinberg), mit einem Nachwuchspferd gemeldet ist.

Bereits 2012 erhielt Kruse während des Landesturniers in Rastede von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung das Goldene Reitabzeichen verliehen. Es geht an Reiter, die zehn Prüfungen der Klasse S gewonnen haben, darunter muss mindestens ein Sieg in einer Klasse S** sein.

Sechste beim Agravis Cup

Im vergangenen Jahr bot Kruse beim Landesturnier im Ammerland erneut starke Leistungen. Sie wurde Fünfte im Grand Prix de Dressage und Sechste in der Prüfung Intermediaire II der schwersten Klasse S**. Auch bei vielen anderen Turnieren ritt sie mit Semper Fidelis in diesen Konkurrenzen in die Platzierungen. Beim international besetzten „Agravis Cup“ in der EWE Arena in Oldenburg wurden die beiden, erneut gegen starke Konkurrenz, Sechste im Kurz-Grand-Prix.

Trainer Walter Kind, der mit Simone Kruse seit 14 Jahren zusammenarbeitet, hält viel von seiner Reiterin. „Simone ist sehr ehrgeizig, lässt aber den Pferden die nötige Zeit, sich zu entwickeln“, betont er.

Außer Semper Fidelis steht steht der Reiterin in London Eye ein weiteres „Grand-Prix-Dressurpferd“ zur Verfügung, das zuletzt allerdings verletzt pausieren musste. „Um ein junges qualitätsmäßig gutes Pferd soweit zu bringen, bedarf es einer langen, intensiven Ausbildung“, erläutert Kruse, die ihre Pferde gemeinsam mit ihrem Trainer auch selbst ausbildet. „Im Gegensatz zu anderen Sportarten muss nicht nur der Sportler selbst, will er erfolgreich sein, intensiv trainieren, sondern es muss auch mit dem Tier viel und regelmäßig trainiert werden“, betont sie.