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Sportlerwahl 2015 Sommerbiathlet Malte Schwarting ist Landesmeister

Von Richard Schmid | 10.03.2016, 17:01 Uhr

März stellt Ihnen die dk-Lokalsportredaktion die Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften vor, die nominiert sind. Diesmal: Malte Scharting, Sommerbiathlet vom SSV Adelheide. Er ist Landesmeister im Sprintwettkampf. Das Ergebnis der Leserwahl wird am 9. April während der „Delmenhorster Sportnacht“ in der Gastronomie Schierenbeck bekannt gegeben.

Es war nicht so, dass Malte Schwarting in der Szene der Sommerbiathleten ein gänzlich unbeschriebenes Blatt war. Der Sportler des SSV Adelheide hatte schon einige gute Resultate abgeliefert, 2015 war für ihn aber sein bisher erfolgreichstes Jahr. Mit deutlichem Vorsprung sicherte er sich bei den Landesmeisterschaften, die im Frühsommer auf der Heim-Anlage in Adelheide ausgetragen wurden, im Sprintwettkampf den Meistertitel. Im Massenstart belegte er einen zweiten Rang. Mit diesen Ergebnissen qualifizierte er sich souverän für die Deutschen Meisterschaften in Bayrisch Eisenstein Ende Juli. Die Reise dorthin lohnte sich für den 27-Jährigen: In allen drei Disziplinen, im Sprint, im Massenstart und in der Staffel, blieb er als einziger aller Aktiven beim Schießen fehlerfrei. Der Lohn: Im Massenstart sicherte er sich mit einem couragierten Rennen gegen hochklassige Konkurrenz einen sehr guten zehnten Platz. Im Sprint wurde er 13. und mit der Staffel des nordwestdeutschen Landesverbandes errang er unter 32 angetretenen Teams noch vor der höher eingeschätzten und mitfavorisierten Staffel aus Bayern einen hervorragenden siebten Platz.

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Der Sommerbiathlon, wie er unter der Hoheit des Deutschen Schützenbundes durchgeführt wird, kombiniert einen Crosslauf mit Sportschießen. Dabei wird wie beim Winterbiathlon sowohl liegend wie auch stehend auf fünf Scheiben geschossen. Jeder Fehlschuss wird mit einer Strafrunde bestraft.

Als Kind träumte Schwarting – wie so viele – von einer Fußballkarriere. Doch inzwischen gehört dem Sommerbiathlon sein Hauptinteresse. „Im Sommer trainiere ich fünf- bis sechsmal in der Woche, dazu kommt noch ein abgestimmtes Krafttraining, denn die Sportart ist sehr komplex“, sagt er. Viel Zeit für weitere Hobbys bleibt ihm neben seinem Beruf als Tischler kaum: Mit seinem Bruder spielt er Schlagzeug in einem Spielmannszug, allerdings – und darauf legt er Wert – „wir spielen eher modernere Sachen, zum Beispiel lateinamerikanische Rhythmen“. Gefragt nach seiner weiteren sportlichen Ambitionen gibt sich Schwarting eher bescheiden: „Mal schauen, ob nach oben noch was geht.“