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Sportlerwahl 2015 TV Jahn kehrt als Meister in die Regionalliga zurück

Von Richard Schmid | 20.03.2016, 19:00 Uhr

Bis zum 22. März stellt Ihnen die dk-Lokalsportredaktion die Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften vor, die nominiert sind. Diesmal: Die Fußballerinnen des TV Jahn Das Ergebnis der Leserwahl wird am 9. April während der „Delmenhorster Sportnacht“ in der Gastronomie Schierenbeck bekannt gegeben.

Delmenhorst. Die Fußballerinnen des TV Jahn mussten nicht bis zum Schluss warten. Bereits zwei Spieltage vor Saisonende stand fest, dass den Delmenhorsterinnen der Meistertitel in der Oberliga West nicht mehr zu nehmen sein würde. 67:22 Tore, 15 Siege und nur zwei Niederlagen, eine beeindruckende Bilanz. Allerdings: Aufgestiegen waren sie damit noch nicht. Ein Spiel stand dem Team um Trainer Claus-Dieter Meier noch bevor: das Finale um den Aufstieg in die Regionalliga gegen Sparta Göttingen, Meister der Oberliga Ost. Doch es kam ganz anders: Die Göttinger verzichteten auf einen möglichen Aufstieg, die Jahnerinnen kehrten also dorthin zurück, wo sie bis 2013 bereits gewesen waren: in die Regionalliga, die dritthöchste deutsche Klasse. Zu einem Endspiel kam es dennoch. Die Delmenhorsterinnen gewannen mit 4:2 und gingen als Niedersachsenmeisterinnen in die neue Saison.

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Es war für Jahn allerdings nicht der erste Landestitel. Bereits 1975 stand der Turnverein zum ersten Mal ganz oben. 1979 ließ er den zweiten Titel folgen, zudem wurde der TVJ dreimal niedersächsischer Pokalsieger. 1992 schaffte er sogar den Sprung in die Bundesliga, mit Sicherheit nicht nur der größte Erfolg der Vereinsgeschichte, sondern des gesamten Delmenhorster Fußballs.

Das ist schon eine Weile her. Ehrgeizige Pläne haben die Verantwortlichen des Aushängeschilds im Delmenhorster Frauenfußball aber weiterhin. Nachdem die Mannschaft aus der Regionalliga 2013 absteigen musste, begann man, systematisch an einem Zukunftskonzept zu arbeiten. Mit Claus-Dieter Meier kam ein neuer Trainer. Das Team blieb weitgehend zusammen und fiel nicht, wie bei Abstiegen häufig, auseinander.

Das ist vor allem ein Verdienst von Bernd Hannemann, dem langjährigen sportlichen Leiter. „Unser Vorteil war, dass wir nach dem Abstieg nicht bei Null anfangen mussten“, sagt er. „Unsere Frauen sind mit großem Enthusiasmus dabei, sie sind alle lupenreine Amateure und übernehmen viele Aufgaben selbst“, so Hannemann. Mit dem Frauenteam hat er für die Zukunft einiges vor – die Regionalliga muss noch nicht das Ende sein: „Die 2. Bundesliga ist durchaus machbar in Delmenhorst, dazu braucht es nicht mal großes Geld.“