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Sportstättensanierungsplan Delmenhost soll Kunstrasenplatz bekommen – nur wo?

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 10.06.2016, 14:07 Uhr

Die Delmenhorster Politik wünscht sich einen Kunstrasenplatz für die Stadt. Dies war Konsens bei der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft, Sport und Kultur.

Die Delmenhorster Politik wünscht sich einen Kunstrasenplatz für die Stadt. Dies war Konsens bei der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft, Sport und Kultur. Lediglich die CDU stimmte gegen den Antrag von Uwe Dähne (UAD), der vorsieht, die Planungen, wo der Platz entstehen könnte, an den Sportstättenentwicklungsplan zu koppeln. Die CDU hatte den ursprünglichen Antrag gestellt, in dem die Mittel – laut Verwaltung voraussichtlich 800.000 bis eine Million Euro – für den Platz bereits in den Haushalt 2017 eingestellt werden sollten.

Verwaltung vor schwieriger Standortfrage

Die Frage nach dem Ort des Platzes ist laut Verwaltung schwierig. „Ich sehe mich nicht in der Lage, zu entscheiden, welcher Verein einen Kunstrasenplatz bekommen soll“, sagte Fachbereichsleiter Arnold Eckardt. Auch deshalb kam der Vorstoß der Politik, den Kunstrasenplatz in das von ihr mehrfach geforderte Sportstättenentwicklungskonzept zu integrieren. „Man muss sehen, wo der Platz den größten Nutzen für alle hat“, sagte Antje Beilemann (SPD).

Stadion-Antrag zu sehr auf Fußball fixiert

Abgelehnt wurde entsprechend auch ein Antrag zur Sanierung des Stadions. Selbst wenn die Politik den großen Handlungsbedarf dort sieht, waren sich die Ausschussmitglieder darin einig, auch diese Sanierung, die im Antrag vor allem auf die Bedürfnisse der Fußballvereine abzielte, im Gesamtbild des Sportstättenentwicklungsplanes betrachten zu wollen. „Wenn wir über das Stadion sprechen, dann bitte über alle Sportarten und nicht nur über Fußball“, sagte Richard Schmid vom Stadtsportbund mit Blick auf die Laufbahn, deren Markierungen „sich teilweise nur noch erahnen lassen“.