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Sportverein verwirklicht Traum SV Baris Delmenhorst weiht Kabinengebäude ein

Von Lars Pingel | 15.08.2017, 14:57 Uhr

Das neue Kabinengebäude des SV Baris Delmenhorst an der Lerchenstraße ist (so gut wie) fertig. Jetzt wurde die Einweihung gefeiert.

Das Jahr 2017 wird in einer Chronik des SV Baris Delmenhorst einen ganz besonderen Platz einnehmen. Aus sportlichen Gründen, weil die erste Männer-Mannschaft Kreisliga-Meister wurde und damit erstmals in der Bezirksliga antreten kann. Und, eindeutig wichtiger, weil die Bauarbeiten am neuen Kabinengebäude des Vereins an der Lerchenstraße (so gut wie) beendet wurden. Am 12. August wurde es während eines großen Empfangs mit vielen Ehrengästen und Vereinsmitgliedern vom Vorsitzenden Cengiz Caki und von Oberbürgermeister Axel Jahnz offiziell eröffnet und feierlich eingeweiht.

Kein Vereinsheim

„Ein Traum ist wahr geworden“, sagte Deniz Bastürk, Baris-Vorstandsmitglied und Architekt, der das Gebäude geplant und den Bau geleitet hatte, bevor das rote Band von Caki und Jahnz durchgeschnitten wurde, das einen Eingang zunächst versperrte. „Der erste Teil eines Traums“, schränkte sich Bastürk selbst ein. „Leider ist dies kein Vereinsheim für unsere Vereinsaktivitäten“, sagte er. Der SV Baris träume davon, dass das Gebäude an der Lerchenstraße zu seiner „wirklichen Heimat“ wird, zu dem Ort, an dem er für jeden jederzeit zu finden und ansprechbar ist. Zu den Aktivitäten, die er neben dem Sport anbietet, gehört auch Hausaufgabenhilfe, erzählte Bastürk. Das ist in dem neuen Gebäude nicht möglich. Es darf nur für und während des Spiel- und Trainingsbetriebs der Fußballteams genutzt werden, bedauert er.

SV Baris wächst

Bastürk merkte dann auch noch an, dass es sportlich noch erfreulicher sei, dass das Mädchenteam im SV Baris nicht nur erhalten, sondern sogar verstärkt wurde. Der Verein, der sich als Geschäftsstelle ein Büro mit dem Arbeiterverein teilt, ist in den zurückliegenden Jahren stetig und kräftig gewachsen. 2013 hatte er 173 Mitglieder, 2016 waren es 269.

326 Quadratmeter mit vier Kabinen

Die B-Juniorinnen sind eine der sechs Mannschaften, die für den SV Baris während der Saison 2017/2018 auf Punkte- und Torejagd gehen. Ihnen und ihren Gästen stehen in dem 326 Quadratmeter großen Gebäude vier Umkleidekabinen mit modernen Sanitäranlagen zur Verfügung. Eine umweltfreundliche, solarbetriebene Heizungsanlage sorgt unter anderem für das warme Wasser der Duschen. Außerdem gibt es ein kleines Büro und Lagerräume. 670.000 Euro wird der Bau gekostet haben, wenn auch die letzten Arbeiten abgeschlossen sind, sagt Bastürk. Von der Stadt erhielt der Verein einen Zuschuss von 300.000 Euro. Den Rest finanzierte er selbst und mit Hilfe von Sponsoren. „Dank eines engagierten Vorstands und viel Unterstützung ist das hier möglich geworden“, sagte Bastürk, der sich freute, dass viele der Arbeiten in Eigenleistung oder mit tatkräftiger Unterstützung der Mitglieder erledigt werden konnten.

Lob von Oberbürgermeister Jahnz

„Es ist fantastisch, was in diesem Verein geleistet wird“, sagte Jahnz in seinem Grußwort an die Gäste, zu denen der Vorstand des Stadtsportbunds um dessen Vorsitzenden Holger Fischer, der Vorstand des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst, für den der Ehrenamtsbeauftragte Franz Koryciak ein Präsent übergab, Vertreter anderer Vereine und weitere Vertreter aus Politik und Verwaltung gehörten. „Es ist schön, dass andere Vereine das auch anerkennen“, fuhr Jahnz fort. Und es sei sehr gut, dass es dieses Engagement, das natürlich auch in anderen Vereinen geleistet wird, gibt. „Es strahlt nach drinnen und draußen“, sagte der Oberbürgermeister. „Etwas Besseres kann der Stadt, kann den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt nicht passieren. Sie können stolz darauf sein.“

Konkrete Planung begann schon 2011

„Vor 20 Jahren hatten die Planungen eigentlich schon begonnen“, erzählte Bastürk. 2011 begannen diese konkret zu werden. Jetzt steht das Kabinengebäude an der Lerchenstraße. Und es beinhaltet die Hoffnung auf mehr. „Wir haben alles eingebaut, von dem wir glauben, dass wir es in 20 Jahren brauchen“, sagte Bastürk. Der Baris-Vorständler hofft, dass es viel schneller gehen wird, auch den zweiten Teil des Traums seines Vereins zu verwirklichen. Derzeit verhindert das Baurecht, dass an der Lerchenstraße Bauten entstehen, die nicht dem Sport dienen. „Wir werden einen Antrag stellen, das zu verändern, damit wir uns hier ohne Einschränkungen aufhalten können“, sagte Caki.