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Stadtduell in Delmenhorst SV Atlas und Tur Abdin wollen Fußball-Fest feiern

Von Klaus Erdmann | 17.04.2015, 23:00 Uhr

Die Fußball-Bezirksligisten SV Atlas und SV Tur Abdin bestreiten am Samstag im Stadion das größte Delmenhorster Fußball-Event.

Die Stadion-Bühne ist bestens präpariert und am Samstag um 17.30 Uhr hebt sich der Vorhang für eine mit Spannung erwartete Aufführung. Protagonisten sind Spieler des SV Atlas und des SV Tur Abdin, die der Spitze der Bezirksliga angehören und bei denen es sich somit um die ranghöchsten Delmenhorster Fußball-Herrenmannschaften handelt. Die zahlreichen Zuschauer hoffen auf ein spannendes Spitzen-Derby.

Jürgen Hahn verweist auf den besonderen Stellenwert dieses nachbarschaftlichen Treffens: „Das Derby muss man völlig losgelöst von der Tabellensituation betrachten.“ Der Cheftrainer des gastgebenden SVA und dessen Aktive bestritten das letzte Punktspiel am 28. März und kassierten mit dem 0:2 gegen den STV Voslapp die erste Saisonniederlage. Hahn: „Das Ergebnis hat für schlechte Stimmung gesorgt und wir waren überrascht.“ Das 0:2 sei analysiert und aufgearbeitet worden. Die Spieler hätten beim Training gute Antworten gegeben. Apropos: „Wir wollen gegen Tur Abdin eine Reaktion zeigen“, sagt Dominik Entelmann. Der Atlas-Torjäger ergänzt, dass die Niederlage das Team gefestigt habe.

Hahn hat Lösungen für Ausfälle

Inzwischen hat der VfL Wildeshausen, der zwei Spiele und fünf Punkte mehr aufweist, Atlas von der Spitze verdrängt. „Wenn wir unsere Spiele gewinnen, sind wir am Ende vorne“, legt Hahn eine Rechnung vor, die eine Widerrede nicht zulässt. Und er sagt: „Wir schauen auf uns und machen uns nicht verrückt.“ Der Coach muss auf Philip Stephan (gesperrt) und Hanno Hartmann (ortsabwesend) und damit zwei Mitglieder der Viererkette verzichten. „Wir haben aber Lösungen“, verspricht Hahn. Ferner ist der verletzte David Demir heute nicht dabei.

Hahns Kollege Andree Höttges macht es, wenn es um die Aufstellung geht, ebenfalls spannend. „Ich weiß noch nicht, ob die Mannschaft der letzten Woche auflaufen wird“, meint der Coach des SV Tur Abdin. Hinter dem Einsatz von Paul Leis stehe noch ein Fragezeichen. Mikel Kirst, der sich vor einer Woche aufgrund einer Knieverletzung nach der Pause nicht wieder zwischen die Pfosten stellte, ist einsatzbereit.

Atlas hofft auf vierstellige Zuschauerzahl

„Das Derby besitzt vom Charakter her nicht die Spannung des Hinspiels“, sagt Höttges. Es sei kein Spitzenspiel, dafür sei der Abstand zu groß (Atlas belegt nach 22 Spielen mit 57 Punkten Platz zwei, Tur Abdin ist mit 50 Zählern nach 24 Partien Dritter). Beim Hinspiel sei die Konstellation eine andere gewesen, unterstreicht Höttges. Seine Mannschaft sei „klarer Außenseiter“.

Die Neuauflage des Spitzen-Derbys weckt Erinnerungen an das denkwürdige Hinspiel, das am 5. Oktober 1800 Zuschauer anlockte (1:1). Beim Spiel am Samstag, das das Autohaus Mock als „Sponsor des Tages“ präsentiert, hofft Atlas, dass die 1000er-Grenze geknackt wird. Der Verein präsentiert einen VIP-Bereich, bietet einen DJ auf und öffnet für Gäste, Dauerkartenbesitzer und Besucher, die sich ihr Ticket im Vorverkauf gesichert haben, einen Extra-Eingang. Ein besonderer Rahmen für ein besonderes Spiel.