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Stärkung der Integration in Delmenhorst Düsternorter Stadion soll neue Kabinen erhalten

Von Frederik Grabbe | 09.11.2017, 21:41 Uhr

Ist die bauliche Erweiterung von Kabinentrakten im Düsternorter Stadion eine integrative Maßnahme? Darüber stritt am Donnerstag der Sozialausschuss. Am Ende setzten sich die Befürworter durch.

Die Kabinentrakte des Düsternorter Stadions sollen für 400.000 Euro erweitert werden. Das hat am Donnerstag der Sozialausschuss gegen die Stimmen der Linken und der Freien Wähler so beschlossen, die Grünen enthielten sich. Nun hat der Rat das letzte Wort. Die Mittel für den Umbau stammen zu 90 Prozent aus dem Integrationsfonds des Landes. Vier Millionen Euro waren darin Delmenhorst als besonders vom Zuzug belastete Kommune zugesprochen worden.

Linke: Das passt nicht zusammen

Der Weg zu dem Votum war nicht unumstritten: Edith Belz (Linke) meinte, dass der Kabinenanbau nicht aus dem richtigen Topf finanziert würde. „Die Stadt erhält Geld, weil der Zuzug hoch ist, dann soll der Rat für einen Zuzugsstopp stimmen, und wir beschließen Maßnahmen für den Sport – das passt nicht zusammen.“ Dieser Kritik schloss sich auch Andrea Lotsios (Grüne) an. „Der Umbau an sich ist ja okay, aber inwiefern der Kabinenumbau integrativ sein soll, erschließt sich mir nicht.“

Umbau ist in Hannover für förderfähig anerkannt worden

Vertreter von CDU, FDP und SPD begrüßten den Umbau hingegen ausdrücklich. Alle Sportarten und Vereine würden profitieren (Bastian Ernst, CDU), Integration führe zunächst einmal oft auf den Sportplatz (Enno Konukiewitz, SPD) Murat Kalmis (FDP) hielt das Geld der Maßnahme für „richtig gut angelegt“. Fachbereichsleiter Rudolf Mattern versuchte, mögliche Bedenken zu zerstreuen mit dem Hinweis, dass die geplante Erweiterung zuvor in Hannover präsentiert und für förderfähig anerkannt worden sei.

Lage im sozialen Brennpunkt soll sich bessern

Die Pläne sehen vor, die von fünf Fußball- und vier Leichtathletik-Vereinen genutzten Umkleiden um vier Kabinen zu erweitern, weiteren Lagerraum zu schaffen und einen Besprechungsraum einzurichten. Dies soll laut Verwaltung dazu beitragen, die Lage im sozialen Brennpunkt Düsternort zu verbessern.