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Starke Deckung, starker Kleefeldt TS Hoykenkamp schlägt HSG Osnabrück mit 30:20

Von Heinz Quahs | 04.10.2015, 22:42 Uhr

Dank einer deutlichen Leistungssteigerung besiegte die TS Hoykenkamp in der Handball-Landesliga den Verbandsliga-Absteiger HSG Osnabrück mit 30:20 und kletterte in der Tabelle auf Rang vier. Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg kommt dagegen auf keinen grünen Zweig. Nach der 19:23 (8:12)-Niederlage bei der Eickener Spvg. ist die HSG nun Vorletzter.

TS Hoykenkamp - HSG Osnabrück 30:20 (11:8). Eine starke Deckung in Kombination mit einem überragenden Torwart Gregor Kleefeldt waren die Basis für den zweiten Hoykenkamper Saisonsieg. Damit hatte die Turnerschaft den starken Osnabrücker Rückraum besonders im zweiten Abschnitt weitgehend gut im Griff und nutzte die Ballgewinne häufig zu schellen Gegenstößen und einigen tollen Toren.

Hoch zufrieden zeigte sich Coach Jörn Franke deshalb nach dem Schlusspfiff, wenngleich er meinte: „Wir haben in der Offensive noch etliche gute Chancen liegen gelassen.“ Nach ausgeglichener erster Halbzeit steuerte Hoykenkamp über 14:10 (35.), 18:11 (42.) und 20:13 (46.) sicher dem Sieg entgegen.

Trotz einiger Fehlwürfe war auch Routinier Nico Skormachowitsch (acht Treffer) wieder in Torlaune. Auch Sebastian Rabe und Lennard Timmermann sprühten vor Spiellaune und setzten ihre Nebenspieler immer wieder geschickt in Szene.

Eicken - Grüppenbühren/Bookholzberg 23:19. Warum die HSG auch ihre dritte Partie verlor, das lag für den enttäuschten Trainer Sven Engelmann auf der Hand: „Wir haben im Angriff einfach nicht zu unserem Spiel gefunden.“ Engelmann sah ein „unterirdisches“ Angriffsverhalten und „kollektives Versagen der Mannschaft vor der gegnerischen Deckung“.

Die Schwächen in der Offensive waren umso bitterer, da die Gäste in der Deckung stark verteidigten. „Die Abwehr mit den starken Keepern hat gut gearbeitet“, meinte Engelmann. „Mit 23 Gegentoren in einem Auswärtsspiel kann ich leben.“ Gegen die sehr offensiv eingestellte Eickener Deckung gab es viele Ballverluste. Engelmann vermisste besonders den kämpferischen Einsaz im Eins-gegen-Eins, denn dort wären seiner Meinung nach viele einfache Tore möglich gewesen.

Eicken zog schnell auf 5:1 (8.) davon und hielt diese Führung über 6:4 (15.), 11:5 (27.) und 12:8 bis zur Pause (30.). Auch im zweiten Durchgang zeigte die HSG große Schwächen im Spielaufbau und im Abschluss – weshalb Eicken die Führung über 18:11 (45.) und 20:14 (50.) fast mühelos verteidigen konnte. Beim 21:16 (53.) war die Partie endgültig entschieden. Denn egal, was die Engelmann-Sieben in der Schlussphase der Partie auch versuchte, Eicken hatte immer die richtige Antwort parat.

Neerstedt II - Barnstorf/Diepholz II 18:22. Nur phasenweise konnte der TV Neerstedt II an die zuletzt gezeigten guten Leistungen anknüpfen. Doch das reichte nicht, um eine spielstarke HSG Barnstorf/Diepholz II in die Knie zu zwingen. „Wir haben es nicht hinbekommen, unsere Abspielfehler und Schwächen im Abschluss zu minimieren“, war TVN-II-Trainer Lutz Matthiesen nach dem Schlusspfiff stinksauer. „In entscheidenden Situationen haben wir zudem unsere guten Chancen nicht genutzt.“

Neerstedt erwischte einen schwachen Start und lag nach 14 Minuten bereits mit 2:9 zurück. Mit der Einwechslung von Torhüter Dennis Dohle und Mathias Steenken in der Abwehrmitte wurde die Defensive der Gastgber jedoch zunehmend stabiler. Vor allem Dohle (insgesamt 14 Paraden) erwies sich als großer Rückhalt. Die Folge: Neerstedt kämpfte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit bis auf 12:13 (34.) heran. Doch dann verlor die Matthiesen-Sieben wieder ein wenig ihre spielerische Linie und schloss ihre Angriff zu überhastetet ab.

Die Gäste um ihren starken Spielertrainer Malte Helmerking bedankten sich dafür mit weiteren einfachen Treffern und setzten sich bis auf 14:19 (49.) ab. Nach einer Auszeit kämpfte sich Neerstedt zwar wieder auf 18:20 (58.) heran, doch zwei Abspielfehler besiegelten dann die Neerstedter 18:22-Pleite. „Nach der Einwechslung von Steenken und Dohle hat die Mannschaft aber sehr gut gekämpft und eine tolle Moral bewiesen, die aber leider keine Punkte gebracht hat“, meinte Matthiesen.