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Stenum unterliegt VfL Oldenburg II Thomas Baake schimpft über Gegentore

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 08.05.2016, 22:48 Uhr

Sie führten mit 1:0, doch am Ende standen sie mit leeren Händen da: Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum haben ihr Auswärtsspiel beim VfL Oldenburg II mit 1:2 (1:1) verloren – durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit.

90 Minuten waren gespielt, Schiedsrichter Niklas Grönitz zeigte zwei Minuten Nachspielzeit an, da rief Thomas Baake seinen Spielern des VfL Stenum bei Ballbesitz folgende Anweisung aufs Spielfeld: „Macht das Ding jetzt fest.“ Doch das, was danach passierte, verhagelte dem Trainer des Fußball-Bezirksligisten im Spiel beim VfL Oldenburg II am Sonntagnachmittag hörbar die Laune. Stenum verspielte in der Vorwärtsbewegung den Ball. Dieser landete über Umwege bei Stefan Rupprecht, dessen abgefälschter Schuss über die Torlinie kullerte – und so schließlich den späten 2:1 (1:1)-Erfolg für den VfL perfekt machte.

„Solche dummen Gegentore bekommen sonst nur Mannschaften, die unten drinstehen“, schimpfte Thomas Baake. „Einige Spieler rufen zur Zeit nicht die Leistung ab, die ich von ihnen verlange, oder nehmen die Dinge, die wir besprechen, einfach nicht an.“

VfL Stenum vergibt Chancen und wird dafür bestraft

Dabei übernahm Stenum nach 20 Minuten, „in denen Oldenburg richtig Feuer gemacht hat“ (Baake), das Spielgeschehen. Die Gäste ließen den Ball gut zirkulieren, hatten vor allem im Halbfeld viele Anspielmöglichkeiten und gingen durch einen Drehschuss von Marc-Andre Klahr mit 1:0 in Führung (36.). Stenums Helge Petershagen vergab danach die Riesenmöglichkeit zum 2:0 – und das wurde bestraft. Aus dem Nichts glich Sven Gehrmann kurz vor der Pause zum 1:1 aus, weil die Gäste den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren hatten (44.).

Die zweite Hälfte ähnelte Durchgang eins. Stenum brauchte erst einige Zeit, um wieder seinen Rhythmus zu finden, vergab in der druckvollen Schlussphase durch Petershagen und Torben Würdemann dann aber erneut zwei große Möglichkeiten. Weil Oldenburg II seine beiden Halbchancen ebenfalls vergab, deutete alles auf ein Unentschieden hin – bis der Ex-Ahlhorner Rupprecht (elf Tore in 2016) dann doch noch zuschlug.