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SV Atlas Delmenhorst Planungen für die Landesliga-Saison 2016/2017 beginnen

Von Lars Pingel | 12.05.2016, 22:08 Uhr

Bezirksliga-Meisterschaft und Landesliga-Aufstieg sind perfekt. Der SV Atlas Delmenhorst wird die Personalplanungen für die Fußball-Saison 2016/2017 intensivieren.

„Einmalig“, sagte Jörg Rosenbohm. Und: „Wahnsinn.“ Der Sportliche Leiter der Fußballer des SV Atlas Delmenhorst war einfach auf die Zeit nach dem Schlusspfiff des Bezirksligaspiels zwischen der Mannschaft seines Vereins und GVO Oldenburg angesprochen worden. Dieser besiegelte nicht nur ein 5:0 , sondern auch die vorzeitige Meisterschaft und den Landesliga-Aufstieg – und er leitete eine große Party ein. Vor 950 Zuschauern hatte das Team mit dem 24. Saisonsieg die Punkte 72, 73 und 74 eingefahren, sodass es in den verbleibenden drei Spielen nicht mehr vom Liga-Thron verdrängt werden kann. Rosenbohm blickte dann aber auch schon ein wenig voraus. „Die Mannschaft ist toll zusammengewachsen“, lobte er. „Jeder Spieler hat es verdient, in der Landesliga zu spielen.“

Gespräche mit Spielern waren unterbrochen

Die Mannschaft soll also zusammenbleiben. Mit dieser Vorgabe werden Rosenbohm und die Vereinsverantwortlichen um den Vorsitzenden Jörg Borkus die Personalplanung für die Saison 2016/2017 in den nächsten Tagen intensiver als zuletzt fortsetzen. „Wir hatten die Gespräche mit den Spielern unserer Mannschaften unterbrochen“, erzählte Rosenbohm. „Wir wollten erst unser Ziel erreichen. Es gibt aber ja grundsätzlich keinen Grund, einen Umbruch vorzunehmen.“

Ob der Erfolg des Teams andere, vielleicht sogar höherklassige Vereine auf Spieler des Delmenhorster Clubs aufmerksam gemacht hat, wusste Rosenbohm am Donnerstag nicht. „Von Abwerbungsversuchen ist mir nichts bekannt“, sagte er. Und fügte grinsend hinzu: „Die Spieler sagen mir aber ja auch nicht alles.“

Sicher ist, dass der SV Atlas die erfolgreiche Mannschaft zur kommenden Saison an der einen oder anderen Stelle verstärken möchte. Namen von Zugängen nannte Rosenbohm am Donnerstag nicht. Wie berichtet, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Abwehrspieler Daniel Karli vom Nachbarn SV Tur Abdin zum SVA wechseln.

Zweiter Anlauf

348 Tage war es am Mittwoch her, dass den Delmenhorstern der Sprung in die Landesliga verwehrt worden war. Das 1:1 gegen den VfL Wildeshausen vor 4000 Zuschauern im Krandelstadion am 29. Mai 2015 brachte dem Landkreis-Nachbarn den Sprung in die sechsthöchste Spielklasse. Und der SVA musste zum zweiten Mal anlaufen – diesmal mit Erfolg. „Ich habe damals schon gesagt, dass der Verein aus der sportlichen Niederlage gefestigt hervorgehen wird“, erzählte Rosenbohm. „So ist es gekommen.“ Der Verein habe neue Partner und Sponsoren gefunden, ohne die alten zu verlieren. „Wir haben viel Vertrauen geschenkt bekommen“, sagte er: „Ich bin sehr, sehr froh, dass wir es bestätigen konnten. Das war keine Selbstverständlichkeit. Wir sind zwar mit dem Ziel, Meister zu werden in die Saison gegangen, doch im Heidmühler FC gab es einen Konkurrenten, der das Gleiche wollte.“

Froh war Rosenbohm auch darüber, dass die Zuschauer dem SVA ebenfalls die Treue gehalten haben. „Es hat sich ja sogar ein zweiter Fanklub gegründet. In der sieben Liga. Das ist unglaublich.“

Sportlicher Leiter träumt von Flutlicht

Die Atlas-Anhänger können sich also fortan auf 16 Landesliga-Heimspiele im Stadion freuen. Daran muss, um in der höheren Klasse spielen zu dürfen, nichts verändert werden, sagte Rosenbohm. „Klar, es ist ein Traum, dass es dort irgendwann Flutlicht gibt.“ Ob, und wann der wahr wird, weiß er nicht: „Da gibt es nichts Neues.“