Ein Angebot der NOZ

SV Tur Abdin sperrt Stürmer Mikael Blümel vor Wechsel zum TSV Ippener

Von Frederik Böckmann | 01.07.2015, 08:01 Uhr

Dem SV Tur Abdin Delmenhorst droht mitten in der Saisonvorbereitung der nächste Abgang eines hochkarätigen Offensivspieler: Mikael Blümel hat sich mit dem 1. Kreisklassisten TSV Ippener auf einen Wechsel verständigt. Die Freigabe hat der Stürmer indes noch nicht.

Simon Matta? Weg. Can Blümel? Auch weg. Der SV Tur Abdin hat in der Sommerpause zwei seiner besten Spieler verloren. Doch dem Fußball-Bezirksligisten droht mitten in der Vorbereitung der Verlust einer weiteren hochkarätigen Offensivkraft: Denn Mikael Blümel hat bei den Aramäern um seine Freigabe gebeten und steht vor einem Wechsel zum TSV Ippener aus der 1. Kreisklasse. Das bestätigten sowohl Blümel als auch Abdins Manager Stefan Keller. Damit könnte auch ein Wechsel zum Kreisligisten RW Hürriyet, der nach dk-Informationen ebenfalls an Blümel interessiert war, endgültig vom Tisch sein.

Fix ist Blümels Wechsel nach Ippener indes noch nicht. Denn die Aramäer haben ihren hochtalentierten Angreifer gesperrt. „Wir sind bei doch Tur Abdin kein Selbstbedienungsladen“, schimpft Keller. So lange sich Tur Abdin mit Ippener nicht einige, würde Blümel eben keine Freigabe erhalten. Keller ist vor allem über den Zeitpunkt enttäuscht, zu dem Blümel mit seinem Wunsch nach einem Wechsel an Keller herangetreten ist. „Miki hat uns vor der Saison zwei Mal seine Zusage gegeben“, sagt Keller und wirft dem Stürmer „Wortbruch“ vor. „Hätte Miki uns vor der Saison gesagt, dass er wechseln will, wären wir auf dem Spielermarkt ganz anders tätig gewesen.“ So wie es Abdin nach den Abgängen von Can Blümel und Simon Matta, wo alles „sauber abgelaufen“ (Keller) sei, mit den Verpflichtungen von Roman Seibel, Jan Twietmeyer und Cemil Yildiz gemacht habe.

Aus sportlicher Sicht sei der mögliche Wechsel von Blümel für Keller ohnehin „nicht nachvollziehbar“. Auch Tur Abdin biete attraktiven Bezirksliga-Fußball mit Stadtderbys vor fast 2000 Zuschauern. „Wir sind doch keine Rumpelkammer mehr.“

Miki Blümel kann Kellers Enttäuschung verstehen. Der Stürmer führt berufliche Gründe für seine kurzfristigen Wechselgedanken an. „Ippener hat mir einen Arbeitsplatz besorgt und ein gutes Angebot gemacht. Außerdem muss ich eine Familie versorgen“, erklärt Blümel, der betont: „Ich hatte ein tolle Zeit bei Tur Abdin.“

Ganz zu bleibt die Tür bei den Aramäern für den flinken Angreifer indes nicht. „Die Sperre ist jetzt kein Dogma“, sagt Keller – und hofft weiter auf einen Verbleib des Linksfußes.