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Tennis-Damen spielen um Regionalliga Blau-Weiß Delmenhorst flirtet mit der Eliteklasse

Von Klaus Erdmann | 03.07.2015, 00:01 Uhr

Die Damen 30 des Tennis-Clubs Blau-Weiß spielen um den Regionalliga-Aufstieg. Der Vizemeister der Nordliga schlägt am 5. September beim SC Brandenburg auf.

Im Frühjahr war der Aufstieg für die Damen 30 des Tennis-Clubs Blau-Weiß Delmenhorst nicht wirklich erstrebenswert. Noch mehr Stress. Und überhaupt: „Das Ziel ist der Klassenerhalt“, zitierte das dk am 29. April Mannschaftsführerin Bettina Konsor. Rund drei Monate später weist die Abschlusstabelle der Nordliga das Team als Tabellenzweiten aus. Ziel erreicht, könnte man sagen. Diese Position berechtigt zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Nordost.

Aufstiegsspiele gegen Ostliga-Vizemeister

Das gute Ergebnis hat für einen Meinungsumschwung gesorgt, denn wenn der Eindruck nicht täuscht, flirten die Spielerinnen des TC BWD intensiv mit der in dieser Altersklasse höchsten deutschen Liga. „Ich gehe davon aus, dass wir am 5. September nach Berlin fahren“, sagt Konsor. In der Hauptstadt, exakt: in Charlottenburg, ist der SC Brandenburg beheimatet. Die Damen 30 dieses Vereins haben sich in der Ostliga mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Berliner SV den Titel gesichert.

Titel nur wegen des Matchverhältnisses verfehlt

Dieser befand sich auch für die Blau-Weißen in Reichweite, doch der letzte Auftritt, das „Endspiel“ gegen Meister DTV Hannover, ging auf eigener Anlage mit 3:6 verloren. Bei jeweils 10:2 Punkten hat der DTV aufgrund der besseren Matchbilanz (34:20 gegenüber 31:23) die Nase vorn. Dieser Tatsache beschert den Hannoveranerinnen nicht nur den Titel, sondern auch Heimrecht im Aufstiegsspiel gegen den Berliner SV. Die Nr. 2 muss hingegen reisen, wobei es unattraktivere Ziele als die Spree-Metropole gibt.

Starke Bilanzen

Das Aushängeschild des TC BWD startete mit einem 5:4 beim Stader TC in die Sommersaison. Es folgten Erfolge gegen Viktoria Hamburg (6:3), beim Bremer TC (5:4) gegen den TC Verden (6:3) und beim Flensburger TC (6:3). Bei der abschließenden Niederlage gegen Hannover musste Birte Rüder-Uden aufgrund von Rückenproblemen aufgeben. Zudem fehlte Katrin Alisch. Konsor („Die Niederlage war vorauszusehen“) unterstreicht: „Katrin hätte zwei Punkte geholt.“

Ein Blick auf die Bilanzen der Blau-Weiß-Damen 30 gilt als Beleg: Bei Katrin Alisch stehen fünf Einzel- und fünf Doppelsiege zu Buche. Weitere Ergebnisse: Annette Lesemann (2:4/3:3), Bettina Konsor (3:3/1:4), Sonja Niemeier (6:0/5:1), Monika Klahn-Wrieden (3:3/2:4), Sandra Lerz-Ramke (0:1/2:1), Julia Schulze-Temming-Hanhoff (1:2/1:1), Birte Rüder-Ueden (1:1/1:1) und Birgit Johannson (0:1/0:1).