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Tennis Spieler des Ganderkeseer TV wechseln zu anderen Vereinen

Von Klaus Erdmann | 05.10.2018, 22:55 Uhr

Aktive des vor der Auflösung stehenden Ganderkeseer Tennisvereins wechseln zu anderen Klubs – und haben dabei gemischte Gefühle. Die Nordliga-Herrenmannschaft 65 schließt sich komplett dem Delmenhorster TC an.

Die Auflösung des 1972 gegründeten Ganderkeseer Tennisvereins (GTV), die zum Ende dieses Jahres erfolgt, löst bei Mannschaftsspielern, die zu anderen Klubs wechseln, gemischte Gefühle aus. Während der letzten Sommersaison beteiligten sich vier Erwachsenen- und zwei Jugendteams des GTV an Punktspielen. Ranghöchster Vertreter waren die Herren 65, die in der Oberliga antraten. Die Herren spielten in der Bezirksliga, die Damen 40 in der Bezirksklasse und die Damen in der 2. Regionsklasse. B-Junioren gingen in der Bezirks- und Regionsliga an den Start.

Wenn sie an die Auflösung ihres Vereins denken, verspüren die Ganderkeseer Wehmut. Karl-Heinz Witte (Jahrgang 1945) gehört seit 1976 zu den Mitgliedern. „Das ist alles nicht so schön“, unterstreicht der Mannschaftsführer der Herren 65, der verschiedene Vorstandsämter innehatte. Marita Kuhrke (Jahrgang 1955), die für die Damenmannschaft 40 spielte, fungierte einst als stellvertretende Vorsitzende. „Es ist traurig“, sagt sie, die seit 1991 GTVerin ist. Jan Lintelmann (Jahrgang 1993) verwendet ebenfalls das Adjektiv „traurig“, wenn man mit ihm über die bevorstehende Vereinsauflösung spricht. Der Mannschaftsführer der Herren spielt seit seinem „15. oder 16. Lebensjahr“ im GTV Tennis. Lintelmann: „Damals habe ich das Tennisspielen unter Trainer Saghmeister liebengelernt.“

Djerdj Saghmeister gehört heute zu den Teamkollegen von Witte. „Noch nicht. Learning by doing“, antwortet dieser auf die Frage, ob er sich denn schon an den Namen seines zukünftigen Vereins gewöhnt habe. Er und dessen Mitstreiter, die die Sommersaison in der Oberliga als Fünfter beendeten, wechseln komplett zum Delmenhorster TC. „Wir haben früher Freundschaftsspiele gegen den DTC bestritten. Wir hatten stets eine gute Verbindung und sind gut aufgenommen worden“, berichtet Witte, dessen Mannschaft im Winter in der Nordliga um Punkte kämpft. Zum ersten Spiel erwartet man Samstag, 3. November, 13 Uhr, Eintracht Sehnde. Weitere Gegner sind Braunschweiger THC, THC von Horn und Hamm (Hamburg) und TC Glashütte (Norderstedt). Einige Einzelspieler, so Witte, gingen ebenfalls zum Delmenhorster TC.

Auch die sportliche Zukunft von Lintelmann liegt in Delmenhorst – an der Lethestraße, beim TC Blau-Weiß. „Wir bleiben größtenteils zusammen. Einige gehen aufgrund von Abitur und Ausbildung“, erklärt er, der mit dem GTV auf Bezirksliga-Platz vier landete. Die Ganderkeseer würden leistungsgerecht eingestuft. „Wir verteilen uns auf die Delmenhorster Mannschaften“, sagt Lintelmann und ergänzt, dass man „super nett“ empfangen worden sei. Er sehe dem Wechsel positiv entgegen. Der TC Blau-Weiß hat für die Wintersaison drei Teams gemeldet, die ab Januar in der Landes- und Bezirksliga sowie in der Regionsklasse antreten.

„Das Gros bleibt als Mannschaft zusammen“, informiert Marita Kuhrke. Welchem Klub sich die Damen 40, Dritter der Abschlusstabelle der Bezirksklasse, anschließen, verrät die Ganderkeseerin noch nicht. „Wir haben zwei Optionen“, sagt sie. Man gucke sich noch um und die Vereine würden die Spielerinnen gerne nehmen. Der nächste Start steht erst wieder im Sommer 2019 auf dem Programm. Kuhrke: „Im Winter spielen wir aus zeitlichen Gründen schon länger nicht mehr.“