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Tischtennis-Bezirksliga Jungen VfL Stenum und TV Hude streben Weiterentwicklung an

Von Andreas Giehl | 07.09.2017, 15:10 Uhr

Im Tischtennis-Bezirk gibt es nach einer Staffelreform in der Saison 2017/2018 nur noch vier Jungen-Bezirksligen. In der Staffel Mitte möchten die Aufsteiger VfL Stenum und TV Hude gute Rollen spielen.

Der Tischtennisbezirk Weser-Ems hat seine Staffeleinteilung im Jugendbereich vor der Saison 2017/2018 reformiert: Die vier Bezirksklassen und Bezirksligen der Jungen wurden zu vier Bezirksligen (Nordwest, Nordost, Süd und Mitte) zusammengefasst. Die Bezirksklassen wurden aufgelöst. Das betraf auch die beiden Aufsteiger VfL Stenum und TV Hude, die in die Staffel Mitte eingeordnet wurden.

TV Hude startet mit Heimspiel

Beide Vereine wollen in der kommenden Spielzeit ihre gute Aufbauarbeit der jüngeren Vergangenheit fortsetzen. Für das Team des TVH ertönt der Startschuss mit dem ersten Punktspiel bereits an diesem Samstag, 9. September, mit einem Heimspiel (11 Uhr/Halle Hohelucht) gegen BW Langförden. Die Huder haben vom TTR-Wert her (ein Wert, der das aktuelle Leistungsvermögen ausdrückt) in Finn Oestmann einen „echten Überflieger“ an die Position eins gestellt. Das bedeutet aber nicht, dass der TVH automatisch zum Kreis der Titelkandidaten zu zählen ist. „Im Gegenteil. Finn hat seinen festen Platz bei uns in der zweiten Männermannschaft in der Verbandsliga und wurde eigentlich nur pro forma aufgestellt“, verrät Trainer Felix Lingenau. „Er könnte aber ins Geschehen eingreifen, wenn dies eine Situation erfordern sollte. Ich denke, andere Vereine, wie der TV Dinklage mit seinen überdeutlich starken Spielern, werden ähnlich verfahren. Deshalb ist im Vorfeld schwer einzuschätzen, welche Mannschaften letzten Endes um den Titel mitspielen werden.“

TVH-Spieler sollen sich weiterentwickeln

Dieses Ziel sei für seine Mannschaft sowieso eher nebensächlich, fügt Lingenau an. Das Hauptaugenmerk läge ganz eindeutig auf der Weiterentwicklung der einzelnen Spieler. Der Kader mit seinem starken Neuzugang Tom Piper vom TuS Hasbergen, Pascal Bausen, Joke Fleddermann und Keno Heckmann sei aber auch ohne Oestmann stark genug, um in der Liga eine gute Rolle zu spielen. Der Kern des Teams war schon in der Vorsaison dabei, als es sich mit Platz zwei in der Bezirksklasse den Startplatz für die Bezirksliga sicherte.

Als „Gradmesser auf Augenhöhe“ sehen die Huder den Landkreiskonkurrenten VfL Stenum, zu dem sie gute Beziehungen pflegen. Gerade in den zwei Nachbarschaftsduellen wird es wohl dennoch heiß hergehen. Denn auch der VfL-Nachwuchs ist aufgrund gezielter Arbeit kontinuierlich stärker geworden.

Stenumer gehen optimistisch in die Saison

Für die Stenumer ist die Bezirksliga ebenfalls der nächste logische Schritt auf der Entwicklungsleiter. Als ungeschlagener Kreisliga-Meister ist das VfL-Quartett in den Bezirk hochgerückt und sieht sich für die sportlich höheren Anforderungen ebenfalls gewappnet. Zum Aufgebot gehören Felix Hellhoff, Neuzugang Bastian Rang vom VfL Wildeshausen, Moritz Gediga und Peter Höfer. Beim VfL zieht Dennis Stelljes die Strippen. „Der Ligen-Zusammenschluss und die Aussicht auf spannende Duelle mit den Besten im Bezirk geben natürlich einen Schuss Extramotivation“, betont Stelljes. „Die Jungs haben zusätzlich zu den zwei üblichen Trainingseinheiten in der Woche unter anderem ein zweitägiges Trainingslager mit dem TV Hude absolviert. Wir werden auch einmal pro Woche entweder in Schierbrok oder Wildeshausen im kleinen Kreis intensiv gemeinsam trainieren.“

Landkreis-Derby am 2. Dezember

Der VfL peilt in der Bezirksliga eine Platzierung unter den besten Fünf an. Man sieht sich mit Gegnern wie dem SV Petersdorf, BW Langförden und Grün-Weiß Mühlen auf Augenhöhe. Der TTV Cloppenburg und der TV Hude seien leicht favorisiert, erklärte Stelljes. Aber die für den VfL sehr erfolgreiche Kreismeisterschaft und die Bezirksvorrangliste hätten gezeigt, dass nichts unmöglich erscheint. Als ganz harte Brocken gelten indes aus Stenumer Sicht der SV Bawinkel und vor allem der TV Dinklage, die sehr starke Teams haben. An diesen Gegnern sollen die Stelljes-Schützlinge in erster Linie „wachsen“. Die VfL-Truppe steigt am 29. September (Halle in Schierbrok) gegen Petersdorf in die Saison ein. Tags darauf geht es zum SV Bawinkel. Zum Highlight der Hinrunde wurde aber ganz eindeutig das Duell mit der befreundeten Konkurrenz vom TV Hude erklärt. Das bildet am 2. Dezember den großen Hinrundenabschluss. Stelljes verspricht: „Daraus machen wir ein richtiges Fest.“