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Tischtennis Deutsche Pokalmeisterschaften TV Hude setzt hauptsächlich auf den Spaßfaktor

Von Andreas Giehl | 24.05.2017, 08:10 Uhr

Es war ein langer Weg über den Bezirks- und später Landespokal. Aber die Tischtennisspieler des TV Hude sind ihn erfolgreich gegangen. Mit der Qualifikation für die Deutschen Pokalmeisterschaften für Verbandsklassen, welche von Donnerstag bis Sonntag in Fröndenberg (Ruhr) ausgetragen werden, hat sich die I. Männermannschaft des Turnvereins selbst ein nettes „Abschiedsgeschenk“ einer überaus erfolgreichen Saison bereitet.

Die Deutschen Pokalmeisterschaften des Deutschen Tischtennisbundes für „Amateure“ gehen im Jahr 2017 in ihre 18. Auflage. Bei diesem Großereignis mit insgesamt sechs Spielklassen (Damen und Herren A bis C) geht es richtig rund. In jeder Kategorie sind jeweils die besten 20 Mannschaften aus dem Bundesgebiet am Start. Demzufolge ist eine volle Halle mit 120 Vereinen und mehr als 500 Sportlern garantiert. In diesen Tagen hat nach 2014 der GSV Fröndenberg (südlich von Unna in Nordrhein-Westfalen gelegen) zum zweiten Mal das große Endturnier unter seine Fittiche genommen.

Doch der Traum, einmal im Leben eine Deutsche Meisterschaft zu erringen, ist hier für die meisten Teilnehmer wohl eher zweitrangig. Die Mehrzahl der Mannschaften nutzt die Titelkämpfe vornehmlich zu einer großen Saison-Abschlussfahrt, um auch abseits des Wettkampfes neue Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen.

TV Hude reist ganz entspannt nach Frödenberg

Ganz entspannt reisen auch die Verbandsligaspieler des Hude zu dieser DM. Wohlwissend, dass man in einem ganz starken Feld auf Bundesebene um die Vergabe der Medaillen kaum ein ernstes Wörtchen wird mitreden können. Bereits das Überstehen der Vorrunde wäre für die Hiesigen vermutlich schon ein Erfolg.

„Wir reisen schon am Mittwoch an und wollen vor unserem ersten Spiel am Donnerstag noch einmal anständig trainieren“, blickt Hudes Spitzenspieler Florian Henke voraus. „Wir haben aber meinem ersten Eindruck nach eine sauschwere Gruppe erwischt. Es wäre schon ein kleines Wunder, wenn wir hier weiterkämen.“

TV Hude spielt mit Henke, Lingenau, Schrader und Stüber

Dafür müsste die TVH-Pokalformation, zu der neben Henke auch Felix Lingenau, Jonas Schrader und Marco Stüber in NRW gehören, in ihrer Fünfergruppe wenigstens Zweiter werden. Doch mit Vertretern aus den starken Landesverbänden Baden-Württemberg, Hessen und Bayern warten Konkurrenten, welche Jahr für Jahr ganz oben auf dem Treppchen landen. In Zahlen ausgedrückt sind dies: Die TTG Kleinsteinbach-Singen (Badischer Tischtennisverband), TTC Heppenheim (Hessen), SV Rotation Süd Leipzig (Sachsen) und der TV Etwashausen (Bayern).

„Von TTR-Wert sind, so glaube ich, drei Mannschaften stärker als wir. Aber selbst, wenn wir die Vorrunde nicht überstehen sollten: Wir wollen alles von dieser DM aufsaugen und einfach viel Spaß haben. Der Rest ergibt sich. Hauptsache ist, wir haben dort einen netten Saisonabschluss. Na ja, und wenn vorweg die Nationalhymne gespielt wird, das ist doch wirklich was ganz Besonders“, scherzt „Flo“ Henke. Seine deutlich älteren Kameraden Lingenau und Stüber vom künftigen Oberligisten haben damit in der Vergangenheit schon ihre Erfahrungen gemacht. Für den ehemaligen Molberger indes steigt in Fröndenberg die große Premiere.