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Tischtennis-Landesliga Frauen TV Jahn hilft 7:7 bei BW Borssum wohl nicht mehr

Von Andreas Giehl | 12.12.2016, 17:17 Uhr

Die Tischtennisspielerinnen des TV Jahn Delmenhorst haben die letzte Chance auf den Verbleib in der Landesliga wohl vergeben: Sie kamen im Kellerduell bei BW Borssum nur zu einem 7:7.

Dieser Ausgang war fast zu befürchten. Am Samstag trafen mit Blau-Weiß Borssum und dem TV Jahn Delmenhorst die beiden „Sorgenkinder der Landesliga“ aufeinander. Vorher stand fest: Bei jeweils 0:16 Punkten hilft den Krisenclubs zum Ergreifen des letzten Strohhalms nur ein Sieg. Am Ende war das weder dem einen noch dem anderen Team gelungen. Nach einer spannenden Auseinandersetzung trennten sich die Abstiegskandidaten mit einem 7:7. Die letzte Chance auf den Klassenerhalt haben sie damit wohl vertan.

Vier Punkte Rückstand

Die Zuversicht der Jahn-Riege ist jedenfalls verflogen. Spitzenspielerin Wibke Krüger redete nach dem letzten Spiel der Hinrunde dann auch nicht lange um den heißen Brei herum: „Das 7:7 ist zu wenig. Wir müssen uns damit abfinden, dass wir wahrscheinlich absteigen werden.“ Die Delmenhorsterinnen hatten gehofft, dass sie, wäre der Auswärtssieg gelungen, in der Rückrunde das Ruder noch herumreißen könnten. Auch weil Miriam Hansen dann vielleicht wieder dabei sein wird. Doch der Rückstand von vier Punkten zum Relegationsplatz ist wohl nicht mehr aufzuholen.

Siegchance früh verspielt

„Vom Spielverlauf war das Remis für uns sogar glücklich. Wir lagen schon 4:7 hinten und haben erst ganz am Schluss die Partie gedreht“, sagte Krüger über die Partie in Borssum. Die ganze Saison verläuft für den TV Jahn dagegen bisher unglücklich. In den wenigen Spielen, in denen für das Team etwas drin war, lief es nicht optimal. Genauso verhielt es sich gegen die Blau-Weißen. Die Siegchance wurde schon in den Auftaktdoppeln aus der Hand gegeben. Krüger und Ersatz Christine Niemeyer gestalteten ihr Duell gegen Jakobs/Rosenfeld ausgeglichen. Trotzdem verloren sie alle drei Sätze mit zwei Bällen Unterschied. Durch den 0:2-Rückstand rückte der erste Saisonsieg gleich in weite Ferne.

Carolin Steineker überzeugt

In den Einzeln zeigten die Delmenhorsterinnen Licht und Schatten. Daher konnte die Partie nicht mehr komplett gedreht werden. Carolin Steineker lieferte ihre beste Saisonleistung ab. Sie gewann alle drei Einzel. Dazu gesellten sich jeweils zwei Erfolge von Krüger und Niemeyer. Die überraschend gute Ausbeute von Niemeyer konnte Wiebke Verst an diesem Tag nicht weiter ergänzen. So bekamen die Gäste bei diesem Treffen nicht die erhofften acht Zähler zusammen.

Schwierige Bedingungen in der Halle

„Genau das war unser Defizit in der Hinrunde. Irgendjemand aus der Mannschaft hat halt immer einen schwächeren Tag gehabt. Auf dem Niveau reicht das dann nicht“, erklärte Krüger. Gleichzeitig prangerte sie die schwierigen Bedingungen in der Halle an. Nebenan sorgte ein Volleyballspiel für eine störende Geräuschkulisse. Trotzdem, die Welt gehe am Blücherweg durch den „vermutlichen“ Abstieg nicht unter. Ärgerlich sei nur: „Die Landesliga war in den letzten Jahren schon stärker.“ Deshalb sei es sehr bitter, dass die Mannschaft ihr volles Potenzial bisher nicht ausschöpfen konnte.