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Tischtennis-Landesliga TV Jahn Delmenhorst zeigt zwei Gesichter

Von Andreas Giehl | 16.11.2015, 09:30 Uhr

Die Tischtennisspielerinnen des TV Jahn Delmenhorst haben ihren Landesliga-Doppelspieltag mit einem Sieg und einer Niederlage beendet. Ihnen gelang gegen Union Meppen ein wichtiger 8:5-Heimsieg. Beim Hoogsteder SV kassierten sie eine 0:8-Packung.

Das Frauenteam des TV Jahn bleibt im Abstiegskampf der Tischtennis-Verbandsliga auf Kurs Ligaverbleib. Mit dem 8:5 im Freitagsspiel gegen Union Meppen hält es den Kontakt zu den Mannschaften im gesicherten Mittelfeld. Die Hoffnung auf „Bonuspunkte“ erfüllte sich am Samstag allerdings nicht. Nach einer sehr enttäuschenden Leistung ging das Team mit 0:8 beim Hoogsteder SV unter.

„In diesen Spielen haben wir leider zwei Gesichter gezeigt. Wir sind zunächst einmal froh, das wir unsere Partie gegen den Tabellenletzten aus Meppen gewonnen haben. Das war vom Spielverlauf her keine Selbstverständlichkeit, aber ganz klar Pflicht“, sagte Jahn-Spielerin Wibke Krüger. „Was wir in Hoogstede abgeliefert haben, ist unerklärlich. Nur drei Satzgewinne sind uns gelungen. Das ist wirklich peinlich.“

Meppenerinnen kämpfen um jeden Punkt

Da die Jahn-Riege wusste, dass die Aufgabe in Hoogstede für sie ganz schwer werden würde, galt alle Konzentration dem Meppen-Spiel. Die Emsländerinnen reisten zwar mit der ernüchternden Bilanz von 0:14 Punkten an, wollten aber ihre „letzte Chance“ unbedingt beim Schopf packen. Das Schlusslicht lieferte seine bisher beste Saisonleistung ab und trat zu keiner Phase wie ein desillusioniertes Team auf. Ganz im Gegenteil.

Jahn-Team bekommt zweite Luft

Schon in den Auftaktdoppeln zeigten die Gäste Kämpferqualitäten. Nach dem Sieg des Jahn-Duos Steineker/Verst lag am Nebentisch das 2:0 förmlich in der Luft. Wibke Krüger und Miriam Hansen nutzten dann hauptsächlich im zweiten und vierten Durchgang ihre Chancen nicht. Vor allem der Verlust von Satz vier mit 16:18 sollte sich später rächen. Womöglich hätte das 0:2 den Gästen früh die Moral geraubt. So aber hielt Meppen Anschluss. Selbst als sich die Delmenhorsterinnen zwischenzeitlich mit dem 5:2 etwas absetzten, gaben die Gäste nicht klein bei. Sie gewannen drei Einzel in Folge und glichen zum 5:5 aus. Erst als die „zweite Luft“ die Jahn-Spielerinnen beflügelte, war es um den Tabellenletzten geschehen. „Meppen hat super gespielt und uns kämpferisch alles abverlangt. Wir sind deshalb einfach nur froh. Auf der anderen Seite waren unsere Gäste sehr frustriert. Wer will es ihnen verdenken?“ sagte Krüger.

Wie schnell so etwas gehen kann, bekam der TV Jahn tags darauf in Hoogstede am eigenen Leib zu spüren. Vier Stunden An- und Abfahrt ins Emsland waren für die Katz.