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Tischtennis-Oberliga Huder Daniel Kleinert im Terminstress

Von Andreas Giehl | 28.01.2016, 21:44 Uhr

Am Sonntag, 31. Januar, spielt Tischtennis-Oberligist TV Hude gegen den Tabellenfünften MTSV Eschershausen. Für Spitzenspieler Daniel Kleinert beginnen damit ganz besonders stressige Wochen.

Am Sonntag, 31. Januar, wird es für den Tischtennis-Oberligisten des TV Hude wieder ernst: Um 12 Uhr, dieses Mal in der kleinen Hoheluchthalle an der Lerchenstraße, bestreiten die Herren ihr erstes Rückrundenspiel. Zu Gast ist dann der Tabellenfünfte MTSV Eschershausen. Während die Gäste mit 12:8 Punkten entspannt sein können, hat ab sofort jedes Rückrundenmatch der Gastgeber im Abstiegskampf Endspielcharakter. Bei 5:13 Zählern wird es mit von großer Bedeutung sein, inwiefern der 17-jährige Spitzenspieler Daniel Kleinert seinem Team helfen kann. Der junge Abwehrspezialist steht in den nächsten Wochen ganz besonders im Fokus.

Die Zeit von jetzt bis Mitte April könnten sogenannte „Kleinert-Festspiele“ werden, wenn der Linkshänder seine Topleistung abruft. Bis zum 17. April jagt im Tischtennis quasi ein Höhepunkt den nächsten. Es beginnt mit den Landesmeisterschaften der Herren im Februar. Kurz danach folgt das Top-Zwölf Jugend-Bundesranglistenfinale, wo sich Kleinert mit der absoluten deutschen Elite und einigen Nationalspielern misst. Später folgen noch die Deutschen Jugendmeisterschaften. Dazwischen tritt er bei den Punktspielen des TV Hude an. Ein straffes Programm, in dem kaum Zeit für Erholungspausen ist. Hinzu kommen vier bis fünf Zwei-Stunden-Trainingseinheiten pro Woche. Kleinert besucht außerdem die elfte Klasse des Gymnasiums und muss nebenbei noch pauken. In seiner begrenzt freien Zeit entspannt er sich dann gerne mal vor seiner Spielkonsole.

Thorsten und Daniel Kleinert überlassen nichts dem Zufall

„Im Tischtennis ist die Saison eben sehr komprimiert. Doch Daniel bekommt das alles gut hin. Wir machen das ja schließlich schon einige Jahre“, erklärt Vater Thorsten Kleinert, der zugleich sein Trainer ist. Das eingespielte Duo überlässt bei seiner akribischen Arbeit wenig dem Zufall. Zur Zeit sind bei den Übungseinheiten vorwiegend Linkshänder seine Trainingspartner. Denn gerade bei den Top-Zwölf wird rund die Hälfte seiner Gegner Linkshänder sein. Außerdem trainiert Kleinert parallel mit beiden Ballsorten: zum einen mit Zelluloid für die Punktspiele, zum anderen mit den neuen Plastikkugeln, welche bei Meisterschaften zum Einsatz kommen.

Gegen Eschershausen bekommt Kleinert im vorderen Paarkreuz zwei harte Brocken vorgesetzt. Die Gäste verfügen hier mit Jacek Wandachowicz und Pawel Kibala über zwei starke polnische Spieler. Die allgemeinen Chancen des Außenseiters aus Hude sieht Teambetreuer Thorsten Kleinert wie folgt: „Leider war unsere Mannschaft in der Hinrunde bei den vielen Ausfällen eine Art Wundertüte im negativen Sinne. Etwas Zählbares gegen Eschershausen täte in jeder Hinsicht gut. Nur wenn du gegen die einen oder gar beide Punkte holen willst, dann müssen alle sechs Mann voll auf der Höhe sein. Klappt es schon nicht in den Doppeln, oder spielst du in einem Paarkreuz negativ, kannst du die Partie fast abhaken. Wird gehen trotzdem frohen Mutes an die Aufgabe heran.“