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Tischtennis-Oberliga Hudes Christopher Imig ist voller Tatendrang

Von Andreas Giehl | 19.02.2016, 10:07 Uhr

Am Sonntag erwartet Tischtennis-Oberligist TV Hude den Tabellenzweiten Eintracht Bledeln. Der TVH will sich besser verkaufen als bei der klaren Hinspielpleite.

Die einen stecken im Abstiegskampf, die anderen melden als Tabellenzweiter noch Titelansprüche an: Wenn Tischtennis-Oberligist TV Hude am Sonntag (12 Uhr, Jahnhalle am Vielstedter Kirchweg) Eintracht Bledeln erwartet, scheinen die Rollen klar verteilt. Beim Turnverein stapeln die Akteure vor dem Duell deshalb eher tief. Fest steht für sie aber auch: Sie wollen sich besser verkaufen, als es bei der klaren 3:9-Niederlage im Hinspiel der Fall war. (Weiterlesen: TV Hude verliert bei Eintracht Bledeln mit 3:9)

TV Hude erfüllt Punktesoll in der Hinrunde nicht

„Wir wissen, um was es geht. Deswegen wollen wir gegen Bledeln unbedingt eine gute Leistung zeigen und geschlossen auftreten“, erklärt Hudes Christopher Imig. So richtig in Schwung ist der TV Hude in dieser Oberliga-Saison immer noch nicht gekommen. Das lag zum Teil auch an den vielen Ausfällen in der Hinrunde, wo die Mannschaft mit 5:15 Zählern nicht das angestrebte Punktesoll geholt hat. Zudem ist der Rückrunden-Auftakt vor drei Wochen mit der 4:9-Niederlage gegen Eschershausen ebenfalls schiefgegangen. (Weiterlesen: Der Funke spielt beim TV Hude nicht über)

Aufbruchsstimmung beim TV Hude

Dennoch herrscht beim TVH so etwas Aufbruchsstimmung. Immerhin stand gegen Eschershausen seit längerer Zeit endlich wieder die Stammbesetzung im Tisch – unter anderem Christopher Imig. Die Nummer drei hatte seine Tischtennis-Aktivitäten im November voll zurückgestellt und keine Punktspiele bestritten. „Meine Masterarbeit hatte für mich einfach Vorrang“, erklärt Imig. Es gebe Momente, da seien eben andere Dinge wichtiger als das Hobby. „Mit Tischtennis verdienen wir schließlich alle kein Geld.“ Der Wildeshauser, der seit seinem 15. Lebensjahr in Hude spielt, arbeitet übergangsweise in Oldenburg als Vertretungslehrer und steckt nach dem Stress im Studium wieder voller Tatendrang. „Nun will ich sehen, dass ich auch sportlich schnell wieder Fuß fasse. Ich will der Mannschaft so gut helfen, wie ich kann. Wir wollen alle unbedingt in der Oberliga bleiben.“

Ausfälle in den vergangenen Jahren stets gut kompensiert

Die kleinen und großen Personalrochaden beim TVH sieht Imig gelassen. Diese seien in den vergangenen Jahren praktisch an der Tagesordnung gewesen. Dank des Zusammenhalts im Verein habe man die Schwierigkeiten bisher aber immer gut kompensiert. In der vergangenen Saison fiel Immanuel Mieschendahl beruflich bedingt oft aus. Simon Pohl war ein Jahr in Hongkong. Und selbst Felix Lingenau musste vor einiger Zeit Punktspiele ausfallen lassen, da er für den Deutschen Tischtennisbund tätig war. Mit diesen Ausfällen muss ein Verein wie der TVH jedoch immer leben, das wissen Imig und Co. – und hoffen, dass sie zumindest vor der heißen Phase der Saison keine Ausfälle mehr ersetzen müssen.