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Tischtennis-Oberliga Männer TV Hude fehlt beim 5:9 gegen Bledeln das letzte Feuer

Von Andreas Giehl | 22.01.2018, 13:22 Uhr

Die gegen Abstieg aus der Oberliga kämpfenden Tischennisspieler des TV Hude haben sich bei der 5:9-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten Eintracht Bledeln gut verkauft. Allerdings wäre sogar ein Remis möglich gewesen, wenn alle Akteure ihre Bestform erreicht hätten.

Eigentlich hatten die Spieler des Tischtennis-Oberligisten TV Hude nichts anderes erwartet. Aber die Wiederholung ihrer 5:9-Niederlage am Samstag gegen Eintracht Bledeln stimmte sie dann doch in einigen Punkten nachdenklich. Ein gravierender Leistungsunterschied war beim Tabellenvorletzten gegen den großen Favoriten nicht erkennbar. Aber dem Kellerkind fehlte es hier und da am allerletzten Biss, um dem Gegner wenigstens einen Punkt im Kampf gegen den Abstieg zu entreißen.

TV Hude weiter Tabellenneunter

Aus Sicht des TVH-Teams ähnelte der Spielverlauf den meisten aus der Hinrunde: Der Außenseiter verkaufte sich in der Jahnhalle gut und wusste in kämpferischer Hinsicht zu überzeugen. Nur schafften es nicht alle sechs Huder Akteure, an einem Tag ihre Bestform abzurufen. Doch wenn das nicht geschieht, dann hat der Aufsteiger in der Oberliga keine Chance, Punkte einzufahren. Mit 3:17 Zählern blieb er deshalb auf Rang neun. In Bezug auf das Fernduell mit Torpedo Göttingen (7:15) im Ringen um den Relegationsplatz ein Rückschlag: Das überraschende 9:5 der Unistädter am Sonntag beim MTV Jever trug seinen Teil dazu bei.

Bledeln nicht in Galaform

„Wir haben gegen Bledeln, gegen eine Spitzenmannschaft in der Oberliga, gut mitgehalten. Mehr hat man von uns in diesem Spiel nicht erwartet. Deshalb ist ein 5:9 kein schlechtes Ergebnis für uns“, so die richtige Einschätzung von Hudes Nummer vier, Jonas Schrader, über die Kräfteverhältnisse der Konkurrenten. Da sich Bledeln am Huder Bach aber nicht unbedingt in Galaform präsentierte, waren die Huder mit ihrem Auftritt unter dem Strich nicht zufrieden. „Wenn wir uns alle richtig konzentrieren, dann können wir durchaus einen Punkt mitnehmen. Nur man hatte irgendwie das Gefühl, dass uns dafür das letzte Quäntchen Feuer fehlte“, haderte Florian Henke. Hudes Nummer zwei sprach, was ihn persönlich betraf, von einem missratenen Punktspiel. Die Begegnung lief – wie man aufgrund von Prüfungsstress in den Stunden vor dem Punktspiel fast erwarten konnte – im Großen und Ganzen an ihm vorbei: Sein Auftaktdoppel mit Ryan Farrell hätte er fast komplett verschlafen. Aber nach einem 0:2-Satzrückstand bekam das Huder Duo auf den letzten Drücker noch die Kurve. Im Schlussspurt besiegten sie die Bledelner Giebenrath/Schleinitz noch mit 3:2. Im Einzel blieb Hudes Nummer zwei ohne Satzgewinn, was seine Selbstkritik hervorrief: „Das geht schon einmal überhaupt nicht!“

TVH liegt nach Doppeln mit 1:2 zurück

Nach einer Niederlage am Nebentisch von Lingenau/Barghorn hofften die Gastgeber in Doppel Nummer drei wieder auf einen Geniestreich ihres Gespanns Schrader/Oestmann, das in der Hinrunde mit einigen Achtungserfolgen überzeugt hatte. Es haderte gegen Fricke/Coco jedoch mit dem Pech. Bei ihrer Viersatzniederlage zogen die Huder dreimal mit der Minimaldifferenz von zwei Bällen Unterschied den Kürzeren. So ging der TVH mit einem Rückstand in die folgenden Einzel.

Felix Lingenau holt für Hude zwei Einzelsiege

Um dort das 1:2 wettmachen zu können, hätten alle Huder richtig zupacken müssen. Das gelang effektiv aber nur Felix Lingenau mit zwei Tagessiegen im mittleren Paarkreuz. Dabei präsentierte sich die Nummer drei der Gastgeber besonders in puncto Konzentrationsvermögen absolut „top“. Seinen Gegnern Tim Fricke und Robert Giebenrath überließ er nicht einen Satz – die persönliche Saisonbestleistung des Huder Routiniers. Dazu gesellten sich für sein Team aber nur noch Erfolge von Ryan Farrell (im Spitzenpaarkreuz gegen Hannes Rupp) und des auf der Rückhandseite sehr treffsicheren Pierre Barghorn (im unteren Paarkreuz gegen Andre Coco). Alles in allem zu wenig für den ersehnten „Bonuspunkt“ im Abstiegskampf.